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Endokrinologie 10. November 2014

Cholesterin zurück in die Leber

Wieder ein neuer Wirkmechanismus von Aspirin entdeckt.

Aspirin wurde bisher vor allem aufgrund seiner entzündungs- und plättchenhemmenden Wirkung zur Vorbeugung von Herzinfarkten und Schlaganfällen verabreicht. Das Forschungsteam der Universitätsklinik für Innere Medizin VI, Innsbruck, fand nun heraus, dass Aspirin durch die Bildung von Lipoxinen und Leukotrienen auch den sogenannten Reversen Cholesterintransport über HDL ankurbelt. Dabei handelt es sich um eine physiologische Funktion des Körpers, überschüssiges Cholesterin über die Leber zurück in den Darm zu transportieren und auszuscheiden, anstatt in den Blutgefäßen einzulagern.

„Dementsprechend geben unsere Forschungsergebnisse entscheidende Hinweise auf einen völlig neuen Wirkungsmechanismus von Acetylsalicylsäure, dem Wirkstoff in Aspirin, in der Vorbeugung von Atherosklerose“, erklärt der Letztautor der Arbeit, Dr. Ivan Tancevski ( Demetz et al.: Cell Metabolism 2014 ). Das Labor für Infektiologie und Immunologie der Universitätsklinik für Innere Medizin VI hat einen Schwerpunkt in der Erforschung des Fettstoffwechsels und der Lipid-Immunologie und damit in der Suche nach innovativen Therapiemodellen zur Vorbeugung von Atherosklerose.

Med Uni Innsbruck, Ärzte Woche 46/2014

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