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Komplementärmedizin 6. September 2013

Grippezeit! – Was tun?

Eine symptomatische Therapie mit OTC Präparaten und Phytopharmaka lindert die Beschwerden.

Plötzliches hohes Fieber über 39 Grad Celsius, Frösteln, Abgeschlagenheit, Kopf-, Rücken- und Gliederschmerzen, sowie Zeichen einer respiratorischen Erkrankung - so beginnt typischerweise eine Grippe. Einen guten Schutz bietet die jährliche Impfung. Doch nur 60 Prozent der Patienten über 60 Jahre und 30 Prozent der chronisch Kranken nehmen daran teil.

So kommt es in jedem Winter immer wieder zu mehr oder minder starken Grippewellen.

Neuraminidasehemmer helfen

Stellen sich Kranke binnen 48 Stunden nach Symptombeginn in der Praxis vor, kann ein Neuraminidasehemmer verordnet werden.

OTC Produkte zur symptomatischen Therapie

Zudem sind OTC-Präparate gegen Fieber und Gliederschmerzen, Husten und Schnupfen wichtig, um die typischen Krankheitsbeschwerden zu lindern.

„Mit OTC-Präparaten kann ich zu 100 Prozent die symptomatische Therapie bei Grippe abdecken“, bestätigt auch Dr. Peter Schlüter, Arzt für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren aus Hemsbach.

„Nur wenn ein Patient einen hochfieberhaften Infekt hat, verordne ich schon mal ein Präparat mit Metamizol. Ansonsten empfehle ich Patienten stets ein OTC-Präparat.“

Die Wahl der OTC-Präparate richtet der Allgemeinarzt sowohl an der individuellen Symptomatik als auch am Leidensdruck des Patienten aus. In der Regel sind neben einem Mittel zur Fiebersenkung etwa ASS, Ibuprofen oder Paracetamol auch Präparate gegen Schnupfen und Husten nötig.

Gute Belege für Nutzen einer Phytotherapie

Um die Nasenatmung schnell zu verbessern und die Nebenhöhlen frei zu halten sind Nasenspray, -tropfen oder -gel mit alpha-Sympathomimetika Mittel der Wahl. Die langwirksamen Substanzen Xylo- metazolin und Oxymetazolin sind dabei vorzuziehen, da das Risiko eines unerwünschten Rebounds am Therapieende am geringsten ist.

Bei einer weniger stark verstopften Nase sind Nasenspülungen und -sprays mit isotonischer Kochsalzlösung, sterilem isotonisiertem Meerwasser oder Salzmischungen mit Na- triumhydrogencarbonat empfehlenswert. Sie reinigen die Nasenschleimhaut und spenden Feuchtigkeit.

Bei Beschwerden in den Nasennebenhöhlen sind Phytotherapeutika eine Option. In Zellstudien erwies sich zum Beispiel ein Extrakt aus Primelblüten, Enzianwurzel, Holunderblüten, Gartensauerampferkraut und Eisenkraut sogar als effektiv gegen mehrere grampositive und gramnegative Keime.

Dominieren Bronchialbeschwerden, ist meist ein schleimlösender Effekt gefragt. Neben den synthetischen Expektoranzien Ambroxol und Acetylcystein kommen auch hier Phytotherapeutika in Frage. Präparate mit Cineol und Myrtol etwa sind in der Lage, die bronchiale Clearance zu bessern.

Für Thymian in Kombination mit Efeu oder Primelwurzel liegen gute Erfahrungen aus Anwendungs- beoachtungen vor. Für einen definierten Efeuextrakt ist sogar der Wirkmechanismus untersucht. Eine Cochrane-Metaanalyse bestätigte wiederum den Nutzen eines Spezialextraktes der Kapland-Pelargonie bei akuter Bronchitis.

Der Wirkstoff in Tavipec® ist Aetheroleum spicae (Spiköl, Lavendelöl), welcher als Hauptkomponenten 1,8-Cineol, Linalool und Camphor enthält (Länger and Kubelka, 2001). Tavipec® greift mehrschichtig in den Heilungsprozess ein. Es zeigt, wie Daten belegen expektorierende, sekretolytische, antiseptische, immunstimulierende sowie antihämolytische, antiinflammatorische und spasmolytische Wirkungen. Quelle: www.aerztezeitung.de

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