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Infektiologie 1. Mai 2008

Antibiotika-Management in ungarischen Krankenhäusern – Ergebnisse einer Erhebung der ABS Internation

HINTERGRUND: Die kritische Verwendung von Antibiotika im Krankenhaus ist ein wichtiges Thema in Europa. Im Rahmen des EU-Projektes ABS-International wurden mittels eines Fragebogens Antibiotika-assoziierte Strukturen und Einrichtungen in den am Projekt teilnehmenden Staaten erfasst. Dieser Artikel beschreibt die Situation in Ungarn. METHODIK: Die Fragebögen wurden an alle 182 Spitäler Ungarns versendet, wobei 68 Spitäler antworteten. Das entspricht 37,4% der Spitäler und 52,43% der verfügbaren Krankenhausbetten. Die Antworten wurden nach Funktion und Position der Spitäler stratifiziert und anschließend analysiert. Es wurden Mittelwert, Median und Standdardabweichungen verschiedener Parameter berechnet. ERGEBNISSE: Der kumulative Reifegrad für Ungarn beträgt 3,42 ± 0,55. Die niedrigsten Werte wurden für Einrichtungen zur Behandlung chronisch Kranker, die höchsten für Universitätsspitäler ermittelt. Signifikante Unterschiede im Ranking fanden sich betreffend Verfügbarkeit diagnostischer Möglichkeiten, wohingegen das Antibiotikaverbrauchs-Controlling ähnliche Bewertungen erhielt. Die Verfügbarkeit von mikrobiologischen Bedside-Tests, wie dem Legionella-Antigen Test, fand sich – ähnlich wie die Bewertung der Resourcen für den Antibiotia-Officer – im unteren Teil der Bewertungsskala. KONKLUSION: Antibiotika Stewardship kann ohne die Bereitstellung von Zeit- und von finanziellen Resourcen nicht umgesetzt werden. Die technischen Grundlagen, wie beispielsweise die Mikrobiologie, und strukturelle Organisationen sind in Ungarn bereits vorhanden.

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