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Infektiologie 1. Mai 2008

Antibiotika-Management in deutschen Krankenhäusern – Ergebnisse einer Erhebung der ABS International

HINTERGRUND: Es wird viel darüber diskutiert, welche Maßnahmen oder Maßnahmenpakete am effektivsten bei Krankenhaus-Antibiotikamanagement-Programmen sind. Die ABS International Gruppe führte eine Umfrage zur Bewertung der Prävalenz und Charakteristika von länderspezifischen Krankenhaus-Antibiotikamanagement-Programmen und Programmbestandteilen durch. Diese Arbeit fasst die Ergebnisse für Deutschland zusammen. METHODEN: Die Umfrage wurde im April und Mai 2007 durchgeführt. Ein Fragebogen mit verschiedenen Punkten bezogen auf Krankenhaus-Antibiotikamanagement inklusive Verbrauchscontrolling und Verfügbarkeit von diagnostischen mikrobiologischen Methoden wurde durch den ADKA (Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker) an Krankenhauspharmazeuten gesandt. Die Fragebögen wurden durch Berechnung von Mittelwerten für verschiedene Fragepunkte und -Themen analysiert. ERGEBNISSE: Von 400 ausgesandten Fragebögen wurden 48 auswertbare Fragebögen retourniert. Die meisten beantworteten Fragebögen stammten von süddeutschen Krankenhäusern. Für die Resistenzdatenerfassung (4,48), Verfügbarkeit von Antibiotikatherapieleitlinien (4,05), und Antibiotikacontrolling (4,02) wurden hohe Punktezahlen erzielt, für die Verfügbarkeit von speziell ausgebildeten Antibiotikabeauftragten (AB-Management Officers) wurden niedrige Punktezahlen erzielt. SCHLUSSFOLGERUNG: Der Mangel von ausgebildetem Personal könnte die Organisation von effektivem Antibiotikamanagement in vielen deutschen Krankenhäusern einschränken.

Winfried V. Kern, Michaela Steib-Bauert, Steffen Amann, Matthias Fellhauer, Katja de With, Wiener klinische Wochenschrift

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