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Infektiologie 1. Mai 2008

Antibiotika-Management in tschechischen Krankenhäusern – Ergebnisse einer Erhebung der ABS Internati

HINTERGRUND: Spitalsbasierte Antibiotika Stewardship-Programme sind für die langdauernde Qualität des Einsatzes von Antibiotika und auch im Sinne der Kontrolle der antimikrobiellen Resistenz im Krankenhaus essentiell. METHODEN: Im Mai 2007 wurde ein Fragebogen zur Selbstbeurteilung hinsichtlich der Qualität der Verwendung von Antibiotika an 60 tschechische Krankenhäuser gesandt. Die Befragung betraf diagnostische Belange, die Kontrolle des Antibiotikaverbrauchs, die Organisation und die Kooperation mit niedergelassenen Fachkollegen. ERGEBNIS: Von 80 adressierten Spitälern sandten 45 die Fragebogen ausgefüllt und auswertbar zurück (Antwortrate 56,3%). Diese 80 Spitäler versorgen etwa 85% der tschechischen Bevölkerung. Alle tschechischen Universitätsspitäler beantworteten die Fragebögen. Die diagnostischen Hilfsmittel sind in 45 von 45 Spitälern vorhanden. 44 von 45 Spitälern haben Überwachungssysteme für Antibiotikaresistenzraten. Antibiotikaverbrauchskontrolle ist teilweise verfügbar (in 42 von 45 Spitälern). Einige der Antibiotika Stewardship Hilfsmittel müssen verbessert werden und auch vermehrt klinisch eingesetzt werden. Die offizielle Anerkennung einer Job-beschreibung und eine bessere Finanzierung des Antibiotika Stewardship Programms ist notwendig, wie auch eine Weiterentwicklung der Antibiotika Stewardship Strukturen und -Funktionen. DISKUSSION: Die Grundlagen eines nationalen Antibiotika Stewardship Programms ist in tschechischen Spitälern vorhanden. Es gibt ein Netzwerk von Antibiotikazentren in der Tschechischen Republik seit 1970. Diese Antibiotikazentren fokussieren ihre Leistungen auch auf die optimale Verwendung von Antibiotika. Andererseits zeigte diese Umfrage die Notwendigkeit und die Möglichkeiten für weitere Verbesserung. Antibiotikaverbrauchskontrolle gibt es nicht in allen tschechischen Krankenhäusern, zudem können auch einige essentielle Antibiotikahilfsmittel verbessert und weiterverwendet werden.

Vlastimil Jindrák, Pavla Urbášková, Tamara Bergerová, Vladimír Buchta, Markéta Hanslianová, Magdaléna Horníková, Václav Chmelík, Otakar Nyc, Václav Vaniš, Wiener klinische Wochenschrift

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