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Infektiologie 1. Mai 2008

Antibiotika-Management in österreichischen Krankenhäusern – Ergebnisse einer Erhebung der ABS Intern

HINTERGRUND: Die ABS-Gruppe führte im Rahmen des EU-Projekts ABS International österreichweit eine Befragung von Krankenanstalten bezüglich der Prävalenz und der Merkmale ihrer Antibiotika Management Programme durch. Die Ergebnisse dieser Selbstbewertung mittels strukturierter Fragebögen werden vorgestellt. METHODE: Die Erhebung wurde im April und Mai 2007 durchgeführt. Der Fragebogen wurde an 160 Krankenanstalten versandt. ERGEBNISSE: Achtzig Fragebögen wurden retourniert. Der Durchschnittswert für die abgefragten Parameter war 3,29 (Median: 3,42; Streubreite 1,35–4,74). Die größeren Spitäler (> 500 systemisierte Betten) bewerteten die Parameter Infektionsdiagnostik, ABS-bezogene Organisation sowie AB-Verbrauchskontrolle höher als Krankenanstalten mit weniger Betten. Dagegen werteten große Häuser ihr AB-bezogenes Personalmanagement und ihre AB-bezogene Umweltbeziehungen deutlich schlechter. Der ABS-Reifegrad von großen Krankenanstalten war 3,57, der für Krankenhäuser mittlerer Größe bei 3,34 und der von kleinen Häusern (< 200 Betten) bei 3,01. SCHLUSSFOLGERUNG: Die Ergebnisse der Selbstbeurteilung österreichischer Krankenhäuser zeigt deutlich einen bestehenden Bedarf, die Antibiotikapolitik zu verbessern. Im Vergleich mit den Einschätzungen der EU-Kooperationspartner von ABS International liegen die österreichischen Krankenanstalten in allen abgefragten Kategorien unter den Durchschnittswerten.

Heinz Burgmann, Oskar Janata, Franz Allerberger, Annegret Frank, Wiener klinische Wochenschrift

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