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Palliative Care 1. Juli 2010

Wollen, dürfen, sollen, können, müssen

Das Einverständnis der Betroffenen ist eine notwendige Voraussetzung für das Eingehen eines Behandlungsvertrages – sowohl bei kurativen als auch bei palliativen Behandlungen. Wenn dieses Einverständnis wegen des stark fortgeschrittenen und schlechten Zustandes nicht mehr gegeben werden kann, sind wir auf den mutmaßlichen Patientenwillen angewiesen. Um palliativmedizinische Unterstützung anbieten zu können, setzt auch das Mobile Palliativteam der Caritas Socialis voraus, dass die betreuten Patienten über ihre Grunderkrankung aufgeklärt und mit der Palliation einverstanden sind. Im Arbeitsverständnis des Mobilen Palliativteam ist auch das klare Ansprechen von Themen wie Endlichkeit, Zustandsverschlechterung und Sterben enthalten, was Betroffenen und deren Angehörigen oft schwerfällt. Vielfach muss sich die Seele dieser Menschen vor der großen Belastung mit klassischen Abwehrstrategien schützen. An dem gewählten Fallbeispiel einer Patientin soll die Unvereinbarkeit zwischen dem Auftrag, kurative Strategien mitzutragen und dem palliativen Angebot eines Mobilen Palliativteams aufgezeigt werden. Ansätze zu Lösungen für zukünftige Auftragsklärungen, aber auch retrospektiv erkanntes Verabsäumtes und wenig Gelungenes werden dargestellt.

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