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Innere Medizin 22. Mai 2013

Verdächtige Radiusfraktur

Warnsignal bei Frauen über 50.

In einer prospektiven Untersuchung wurden 100 Patienten – davon 90 Frauen – ab einem Alter von 50 Jahren, die sich wegen einer distalen Radiusfraktur in Behandlung befanden, auf das Vorliegen einer Osteoporose untersucht (Olbrich et al.: DKOU 2012). Resultat: Bei fast allen lag eine Hypovitaminosis D vor, 26 Prozent zeigten sogar einen ausgeprägten Vitamin-D-Mangel. Insgesamt 46 Prozent wiesen eine Hypokalziämie auf. Und bei mehr als der Hälfte der Patienten wurde eine manifeste, meist unbehandelte, Osteoporose mit einem minimalen T-Score von ≤-2,5 festgestellt. Fazit der Autoren: Bei Frauen über 50 ist die distale Radiusfraktur nach einem Niedrigenergietrauma ein Warnsignal für das Vorliegen einer behandlungsbedürftigen Osteoporose. Mit einer osteoporosespezifischen Therapie könnten womöglich künftige Schenkelhalsfrakturen verhindert werden.

springermedizin.de, Ärzte Woche 21/2013

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