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Innere Medizin 1. Mai 2009

Österreichischer Leitfaden zur medikamentösen Therapie der postmenopausalen Osteoporose – Update 2009

Die Osteoporose ist eine systemische Skeletterkrankung, die durch eine verminderte Knochenmasse sowie eine gestörte Mikroarchitektur des Knochens charakterisiert ist. Die Folge dieser Veränderungen ist eine eingeschränkte Knochenqualität mit einem entsprechend erhöhten Risiko für Frakturen. Oberstes Ziel jeder therapeutischen Intervention ist daher die Reduktion dieses erhöhten Frakturrisikos. Die Palette der in Österreich zur Therapie der postmenopausalen Osteoporose zugelassenen Pharmaka mit nachgewiesenem Potenzial zur Senkung des Frakturrisikos umfasst derzeit fünf Bisphosphonate (Alendronat, Risedronat, Etidronat, Ibandronat und Zoledronat), einen selektiven Östrogen-Rezeptormodulator (Raloxifen), zwei Parathormon-Analoga (1-34 PTH bzw. Teriparatid sowie 1-84 PTH), Strontiumranelat sowie Lachskalzitonin. Fluoride stehen theoretisch zur Verfügung, gelangen in der Praxis jedoch nicht mehr zur Anwendung. Es gibt keine Evidenz dafür, dass Kombinationstherapien Einzeltherapien überlegen sind. Im Anschluss an eine Therapie mit Parathormon-Analoga sollte jedoch eine antikatabole Therapie erfolgen. Eine adäquate Zufuhr von Kalzium und Vitamin D stellt ein wichtiges Adjunkt jeder Osteoporosetherapie dar.

Hans Peter Dimai, Peter Pietschmann, Heinrich Resch, Elisabeth Preisinger, Astrid Fahrleitner-Pammer, Harald Dobnig, Klaus Klaushofer, Wiener Medizinische Wochenschrift 122/2009

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