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Foto: ©iStockphoto.com/Bliz
Bewegungsmangel erhöht das Risiko für einen Verlust an Knochensubstanz. Mit steigendem Alter sollte aber vorsichtiger trainiert werden.
 
osteoporose 15. Februar 2011

Sport bei Osteoporose

High-Risk für die Knochen.

Etwa 15 Prozent aller Schiunfälle, fast ein Viertel aller Rad- und fast die Hälfte aller Wander-/Bergunfälle betreffen die Altersgruppe über 60 Jahre, in der auch das Osteoporoserisiko hoch ist.

 

Osteoporose ist gemäß WHO-Definition als systemische Skeletterkrankung klassifiziert, die durch niedrige Knochenmasse, mit Zerstörung der Mikroarchitektur des Knochengewebes einhergehend, und verminderter Knochenfestigkeit mit erhöhtem Frakturrisiko gekennzeichnet ist. Risikofaktoren sind unter anderem niedrige Spitzenknochenmasse, positive Familienanamnese, Rauchen, Alkohol, Fehlernährung und Bewegungsmangel.

Die Spitzenknochenmasse wird zwischen dem 20. und 22. Lebensjahr beeinflusst von genetischen, hormonellen, Ernährungs- und Lifestyle- Faktoren (Bewegungsfaktoren). Sowohl im Schenkelhals als auch im Lendenwirbelkörper haben sportlich aktive Kinder beiderlei Geschlechts eine bis zu acht Prozent höhere Spitzenknochenmasse als inaktive. Je höher die Spitzenknochenmasse am Ende der Adoleszenz ist, desto besser ist die Ausgangssituation für den älter werdenden Knochen.

Sowohl in der Prävention als auch in der Therapie der Osteoporose werden Trainingsprogramme empfohlen, die bei erwachsenen Frauen (prämenopausal) in Studien bis zu 2,5 Prozent an Knochendichte zeigten. Das Frakturrisiko ist direkt proportional zur Knochendichte, wobei sich absolut die meisten Frakturen im osteopenischen Bereich ereignen.

Die Prävalenz der Osteoporose steigt bei Frauen von 15 Prozent bei den 60-Jährigen auf über 40 Prozent bei den über 75-Jährigen. Mehr als 40 Prozent der Männer über 50 Jahre haben eine Osteopenie, sechs Prozent eine Osteoporose. Gleichzeitig betreffen etwa 15 Prozent aller Schiunfälle, fast 25 Prozent aller Rad- und mehr als 40 Prozent aller Wander-/Bergunfälle die Altersgruppe über 60 Jahre.

 

Prim. Dr. Klaus Hohenstein, MSc. ist am Institut für Physikalische Medizin und Rehabilitation, Geriatriezentrum am Wienerwald, Wien, tätig.

Von Prim. Dr. Klaus Hohenstein, Ärzte Woche 7 /2011

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