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Endokrinologie 14. Jänner 2010

Knochenbrüche bei HIV-Positiven

Doppelbelastung

Dank der antiretroviralen Therapie werden HIV-Infizierte immer älter. Allerdings kommt es zu metabolischen Komplikationen. Eine Studie untersuchte nun die These, dass das Frakturrisiko in der Gruppe der postmenopausalen Frauen besonders hoch ist. Im Vergleich wiesen die 92 HIV-positiven Frauen gegenüber den 95 HIV-negativen, wie erwartet, eine geringere Knochendichte auf. Die Assoziation blieb erhalten, nachdem die Daten hinsichtlich BMI und bekannter Risikofaktoren für Osteoporose bereinigt worden waren. Der Grund für diese Assoziation bleibt indes unklar. Möglicherweise besteht ein Zusammenhang mit erhöhten Zytokinen, direkten Auswirkungen der antiretroviralen Therapie oder mit hormonellen oder ernährungsbedingten Mangelerscheinungen, die bei HIV-Positiven häufig vorkommen, vermutet Studienleiter Dr. Michael Yin (Columbia University Medical Center New York).

Die Studie erscheint im Februar im Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism.

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