zur Navigation zum Inhalt
© Österr. Patentamt/Ludwig Schedl
Verleihung „Inventum 2013“ in Silber: Dr. Klaus Pastl (li.) und Dr. Rödler, Österreichischer Patentamtspräsident (re.)
 
Leben 15. Jänner 2015

Linzer Orthopäde erhält Erfinderpreis

Dr. Pastl wurde für die Entwicklung einer neuartigen Knochenschraube aus humaner Corticalis mit dem Erfinderpreis „INVENTUM“ in Silber vom Österreichischen Patentamt ausgezeichnet. In jahrelanger Forschungsarbeit arbeitete der Linzer Orthopäde und Chirurg an der Klinik Diakonissen Linz gemeinsam mit der TU Graz an dieser Schraube. Nun ist ein Produkt aus biologischem, menschlichen Material entstanden, das den höchstmöglichen Qualitätsansprüchen eines kommerziellen Produktes gerecht wird. Für diese Errungenschaft wurde nun Dr. Pastl aus 3.500 Patenteinreichungen mit dem Erfinderpreis in Silber vom Österreichischen Patentamt prämiert.

Knochenbrüche konnten in den letzten Jahrzehnten nur mit Metallschrauben behandelt werden, die dann in den meisten Fällen durch einen zweiten operativen Eingriff wieder aus dem Körper entfernt werden mussten. Zudem haben Metallschrauben das Problem, dass sie als Fremdkörper oft störend wirken, die Gefahr zur Infektion tragen und sich nicht mit den Knochenteilen verbinden. Mit „Shark Screw®“ ist nun ein bedeutender wissenschaftlicher Schritt gelungen. Es öffnet auch ein Segment, für das bislang kein passendes Implantat zur Verfügung stand, da die zu verbindenden Knochenstücke zu klein waren, um sie mit Metallimplantaten zu versorgen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass durch den Entfall des zweiten operativen Eingriffes der Patient physisch und psychisch entlastet wird und somit der verkürzte Heilungsprozess unnötige Schmerzen vermeidet.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben