zur Navigation zum Inhalt
(von links nach rechts )Prof. Dr. Susanne Binder (Editor-in-Chief) , Mag. Margarete Zupan (Springer-Verlag), Dr. Silke Hausberger (Preisträgerin), Gabriele Hollinek (Springer-Verlag), Prof. Dr. Herbert Reitsamer (ÖOG Stän. Sekretär)
Foto: B. Steiner, www.ordinationstechnik.at
 
Augenheilkunde 20. Mai 2012

Förderpreis von Springer Wien geht an Grazer Ophthalmologin

Dr. Silke Hausberger mit dem Förderpreis Spektrum  der Augenheilkunde ausgezeichnet

Anlässlich der 53. Jahrestagung der Österreichischen Ophthalmologischen Gesellschaft vom 17. bis 19. Mai 2012 in Villach wurde der mit 2.000 Euro dotierte Förderpreis Spektrum der Augenheilkunde für den wissenschaftlichen Nachwuchs von SpringerMedizin feierlich überreicht.

Dr. Silke Hausberger von der Universitäts-Augenklinik der Medizinischen Universität Graz erhielt den Preis von Mag. Margarete Zupan, Leitung Professional Media und Gabriele Hollinek, Leiterin Scientific Journals von Springer Medizin Wien überreicht.

Dr. Silke Hausberger erhielt den Förderpreis für ihren Beitrag im Spektrum der Augenheilkunde, Ausgabe 4, 2011  "Die Rolle der TNF-alpha -308G>A und -238G>A Genpolymorphismen als Risikofaktoren für den retinalen Arterienverschluss" (Spektrum Augenheilkd [ 2011 ] 25: 273-276). 

Das Ziel der vorliegenden Studie war es, die Bedeutung der  TNF-alpha -308G>A und -238G>A Genpolymorphismen als mögliche Risikofaktoren für den retinalen Arterienverschluss zu untersuchen. TNF-alpha ist ein proinflammatorisches Zytokin, dessen Produktion durch die oben genannten Polymorphismen beeinflusst wird und eine wesentliche Rolle bei der Entstehung von atherosklerotischen Läsionen spielt.

Der retinale Arterienverschluss im Fokus der prämierten Arbeit


Der retinale Arterienverschluss ist eine visusbedrohende Netzhautgefäßerkrankung. Zahlreiche Risikofaktoren wie z.B. arterieller Hypertonus, Diabetes mellitus oder Atherosklerose konnten bislang identifiziert werden. Proinflammatorische Zytokine wie Tumor Nekrose Faktor alpha (TNF-α) spielen eine wesentliche Rolle bei der Entstehung von atherosklerotischen Läsionen. In vitro Studien zeigten, dass zwei TNF-α Genpolymorphismen (TNF-α -308G>A und -238G>A) die TNF-α Expression beeinflussen.

"Unsere Daten lassen darauf schließen" schreibt Hausberger in der Publikation, "dass die beiden untersuchten TNF-α Genpolymorphismen keine bedeutenden Risikofaktoren für den retinalen Arterienverschluss darstellen, so Studienautorin Hausberger und Kollegen in der Schlussfolgerung. Diese Untersuchung ist die erste, die eine mögliche Assozialtion zwischen zwei funktionellen TNF-alpha-Genpolymorphismen und retinalen Arterienverschlüssen untersucht".

Im Diskussionsteil der Publikation heißt es: "Es ist jedoch wesentlich, darauf hinzuweisen, dass die Expression von Zytokinen nicht nur durch genetische Faktoren bestimmt wird, sondern auch durch die Interaktion verschiedener Zytokine. Unser Ergebnis, dass die beiden TNF-α Genpolymorphismen nicht mit retinalen Arterienverschlüssen vergesellschaftet sind, bedeutet somit keineswegs, dass z.B. TNF-α Plasmaspiegel nicht mit der Erkrankung assoziiert sein könnten." Außerdem: " Die Häufigkeiten von arteriellem Hypertonus, Diabetes mellitus und Zigarettenrauchen, welche als Risikofaktoren für den retinalen Arterienverschluss bereits etabliert wurden, war
in der Patientengruppe signifikant höher. Die entscheidende Rolle dieser Faktoren bei der Entstehung von Atherosklerose ist ebenso seit Jahrzehnten bereits hinlänglich bekannt. Da die Entwicklung von atherosklerotischen Läsionen neben TNF-alpha auch durch eine Vielzahl anderer Zytokine und Chemokine beeinflusst wird, wäre es für zukünftige Studien interessant, eine mögliche Assoziation weiterer funktioneller Zytokin- und Chemokingenpolymorphismen mit dem retinalen Arterienverschluss zu untersuchen.

Ansporn für Jungforscher 

Der Förderpreis für den wissenschaftlichen Nachwuchs soll ein Ansporn für junge Wissenschaftler unter 40 Jahren aus dem Bereich der Ophthalmologie sein, originelle Publikationen einzureichen. Ausgezeichnet wird jeweils die beste im vorangegangenen Jahr im Spektrum der Augenheilkunde publizierte Originalarbeit (egal ob in englischer oder deutscher Sprache veröffentlicht). Jede Publikation wird somit von der eingesetzten Jury bewertet. Die Jury setzt sich aus den Herausgebern des Spektrum der Augenheilkunde zusammen. Sie bewertet Aktualität, Innovation und Aufbau der Originalpublikation nach einem Punkteschema. Die Wertung erfolgt nach Erscheinen des letzten Heftes eines Jahrgangs.

Portal

Stand

Fotos: Springer-Verlag

 

Fotos: B. Steiner,  www.ordinationstechnik.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben