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Kardiologie 23. April 2012

Österreichischer Kardiologie-Pionier wird 90

Die Entwicklung der österreichischen Herzmedizin ist untrennbar mit den Aktivitäten des 1922 in Stockerau (NÖ) geborenen, international renommierten Top-Kardiologen Prof. Dr. Fritz Kaindl verbunden. Der Begründer der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft feiert heuer seinen 90. Geburtstag.

Neue Disziplin "Kardiologie"

Prof. Kaindl wurde 1964 Professor für Kardiologie und Angiologie an der Universität Wien, und war von 1968 bis 1992 Klinikvorstand. "Prof. Kaindl hat 1968 pionierhaft und visionär am AKH Wien den Grundstein für die Schaffung der Disziplin Kardiologie bzw. Herz-Kreislauf-Erkrankungen gelegt", so sein ehemaliger Schüler Prof. Dr. Otmar Pachinger (Direktor Univ.-Klinik f. Innere Medizin III-Kardiologie, Innsbruck).

Vor allem der Herzinfarkt – damals in den 1960ern noch die "Managerkrankheit" genannt, entwickelte sich zu einer Herausforderung. Konsequent ergab sich daraus die Bildung des medizinischen Fachgebietes „Kardiologie“ als Zusatzausbildung zur Internen Medizin.

Gründer der ÖKG

1968 gründete Prof. Kaindl die Österreichische Kardiologische Gesellschaft, eine wissenschaftliche Gesellschaft mit inzwischen fast tausend Mitgliedern und 17 Arbeitsgruppen, deren erster Präsident er war.

Prof. Kaindl war auch Vorreiter bei den – damals noch völlig unüblichen – Aufklärungskampagnen für Patienten, indem er die Aktion "SCHACH dem HERZTOD" initiierte. "Diese war 1971 in der Aufklärung breiter Bevölkerungsschichten sehr erfolgreich und fungierte als Trigger für die Gründung des Österreichischen Herzfonds", so Herzfonds-Präsident Prof. Pachinger. Der Österreichische Herzfonds ist eine gemeinnützige Institution, die viele Programme und Initiativen für die Herzgesundheit der österreichischen Bevölkerung durchgeführt hat.

Veranstaltungstipp

Das Billrothhaus der Gesellschaft der Ärzte lädt am
2. Mai 2012 um 19 Uhr
zu einer wissenschaftlichen Sitzung anlässlich des 90. Geburtstages von Prof. Kaindl.

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