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Menschen & Taten 17. April 2012

Auszeichnung für UMIT-Forscher

Bereits zum zweiten Mal wurde das Department für Public Health und HTA der UMIT – Health and Life Sciences University mit dem David-Sackett-Preis 2012 des Deutschen Netzwerks für Evidenzbasierte Medizin e. V. ausgezeichnet.

Die Wissenschaftler von drei Universitäten nahmen im Auftrag des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) die Praxis ärztlicher Leistungen unter die Lupe, die nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) enthalten sind und von den Patienten selbst bezahlt werden müssen. Die kritische Bewertung erfolgte in Form eines Health Technology Assessments (HTA). Dabei wurden systematisch die empirischen Daten zu Angebot, Inanspruchnahme, Praxis, Akzeptanz, Arzt-Patienten-Verhältnis und ökonomischer Bedeutung von „Individuellen Gesundheitsleistungen“ (IGeL) im ambulanten Bereich für GKV-Versicherte in Deutschland zusammengetragen und ausgewertet. Für die beiden häufigsten IGeL – Glaukomscreening und vaginale Ultraschalluntersuchung zur Früherkennung des Eierstockkrebses – haben die Wissenschaftler zudem untersucht, ob ein Nutzen für Patienten nachgewiesen werden kann. Im Ergebnis konnte für beide Früherkennungsuntersuchungen kein gesundheitlicher Vorteil erkannt werden. Diese Erkenntnis löste Diskussionen in der Fachwelt und heftige Medienechos aus.

Der mit 2.000,– Euro dotierte David-Sackett-Preis des DNEbM e. V. wird seit 2008 für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der evidenzbasierten Medizin und Gesundheitsversorgung verliehen. Als Pionier der EbM grün- dete der heute in Kanada lebende Mediziner David Sackett 1967 das erste Institut für klinische Epidemiologie an der McMaster Universität und später das Oxford Centre for Evidence-based Medicine.

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