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Chirurgie 20. Jänner 2012

Wache Sinne bis zur Operation: Neue Kunststoffbox

Das Krankenhaus der Elisabethinen in Linz und drei Betriebe aus dem Gesundheitscluster haben eine neuartige Kunststoffbox entwickelt, die den Patienten den Erhalt ihrer "Sinne" bis unmittelbar vor einer Operation ermöglichen soll. Das Projekt wurde in einer Pressekonferenz am Donnerstag in Linz vorgestellt.

Beängstigende Situation für Ältere

Aus Gründen der Sicherheit und der Hygiene werden Patienten vor einer Operation persönliche Hilfsmittel wie Brillen und Hörgeräte bereits im Krankenzimmer abgenommen und dort aufbewahrt. Während des Transportes vom Zimmer zum Operationssaal, der Vorbereitung des Eingriffes und später im Aufwachraum sowie beim Rücktransport müssen Patienten mit ihren derart beeinträchtigten Sinnen zurechtkommen.

"Das entspricht zwar allen Normen, ist aber eine entwürdigende und beängstigende Situation vor allem für ältere Menschen", bedauert die Generalvikarin der Elisabethinen, Barbara Lehner.

Mobile Box

Deshalb haben der Gesundheitscluster Oberösterreich, gemeinsam mit einem Kärtner und Oberösterreichischen Unternehmen eine einfache Kunststoffbox entwickelt. Sie besteht aus einer abwaschbaren Außenschale mit einem mit entsprechenden Vertiefungen versehenen Innenteil, in dem eine Brille, zwei Hörgeräte und zwei Zahnprothesen sicher aufbewahrt werden können.

Flächendeckender Einsatz geplant

Die Box wird mittels Klettverschluss am Bett befestigt und begleitet so den Patienten. Der Innenteil wird ihm auf Wunsch mit nach Hause gegeben, der Außenteil nach einer Desinfektion wiederverwendet. Das neue Produkt soll ab Juni im Spital der Elisabethinen flächendeckend eingesetzt und auch allen anderen Gesundheitseinrichtungen angeboten werden.

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