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Das Team des neuen Instituts (v.l.n.r.): Dr. Andrea Wagner, Dr. Herbert Tempfer, Dr. Christine Lehner, Prof. Dr. Herbert Resch, Doz. Dr. Hans-Christian Bauer, Dr. Renate Gehwohl, Dr. Corinna Hirzinger.
 
Menschen & Taten 16. Jänner 2012

Institut für Sehnen- und Knochenregeneration in Salzburg

Mithilfe einer großzügigen finanziellen Unterstützung von drei erfolgreichen Unternehmen wurde der Paracelsus Universität Salzburg der Aufbau eines neuen Instituts für Sehnen- und Knochenregeneration ermöglicht.

Dietrich Mateschitz, Firmenchef von Red Bull, hatte den Verkauf der 30-milliardsten Dose, die im Jahr 2011 umgesetzt worden war, zum Anlass genommen, die Forschung in Österreich zu fördern. Gemeinsam mit seinen beiden Geschäftspartnern – Rauch (füllt das Getränk ab) und Rexam (produziert die Dosen) – finanzieren sie einen Forschungslehrstuhl der Paracelsus Universität. Dabei stellen die drei Unternehmen dem Institut für Sehnen- und Knochenregeneration für die kommenden fünf Jahre knapp 1,8 Millionen Euro zur Verfügung. Der neue Institutsleiter und Zellbiologe Hans-Christian Bauer hat bereits in den vergangenen Jahren mit seinem Team Experimente mit Sehnenzellen durchgeführt und gilt als einer der Vorreiter auf dem Gebiet der Sehnenforschung. Die Wissenschafter widmen sich künftig vor allem der Erforschung sowohl grundlegender Fragen der Regeneration dieser zwei Gewebsarten als auch der medizinischen Translation von neuen Erkenntnissen. Eine zentrale Frage wird sein: Welche Rolle können Vorläuferzellen respektive adulte Stammzellen von Sehnen und Knochen bei der Regeneration der geschädigten Gewebe spielen und können gewebseigene Stammzellen für die Regeneration überhaupt aktiviert werden? Mit den neuen Erkenntnissen hoffen die Wissenschafter künftige Behandlungsmöglichkeiten wesentlich erweitern zu können, vor allem bei schlecht heilenden Brüchen, degenerativen Knochen- und Sehnenerkrankungen und bei krebsbedingtem Verlust von Stützgewebe.

Paracelsus Medizinische Privatuniversität/KK, Ärzte Woche 3 /2012

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