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Foto: CeMM
vlnr. Wissenschafts- und Forschungsministerin Beatrix Karl, CeMM-Direktor Giulio Superti-Furga, Stadtrat Mailath-Pokorny und ÖAW-Präsident Helmut Denk.
 
Menschen & Taten 6. April 2011

CeMM-Forschungszentrum hat neuen Standort

In einer einzigartigen Zusammenarbeit legen Bund, Stadt, ÖAW, AKH und MedUni Wien gemeinsam den Grundstein für eine neue Medizin der Zukunft.

Am 16. März 2011 lud das CeMM – Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) – zur offiziellen Eröffnung seines neuen Standortes. Mitten am Campus des Allgemeinen Krankenhauses (AKH) und der Medizinischen Universität Wien (MedUni) ist durch die Zusammenarbeit von ÖAW, AKH, MedUni, Stadt und Bund ein modernes Forschungsgebäude entstanden, das einen neuen Schub in der unabhängigen und interdisziplinären Forschung im Bereich der Molekularmedizin und translationellen Medizin geben soll. Bisher fehlte in Österreich ein Institut, das system- und fächerübergreifend molekulare Mechanismen von Erkrankungen erforscht und gezielt die Expertise aus der Grundlagenforschung mit den Erfahrungen aus der Klinik verbindet. Die Vernetzung neuer therapeutischer Strategien mit Erfassungen diagnostischer Daten und virtuellen Krankheitsmodellen wirkt zum Nutzen der Patientinnen und Patienten. Die Forschungsschwerpunkte liegen dabei auf Infektionskrankheiten, Entzündungsprozessen, Krebs sowie der molekularen Wirkungsweise von Medikamenten. Für die Österreichische Akademie der Wissenschaften ist das CeMM eines der Flaggschiffinstitute. ÖAW-Präsident Helmut Denk: „Österreich hat viele große Persönlichkeiten in der medizinischen Forschung hervorgebracht. Wir bauen hier auf eine lange und erfolgreiche Tradition auf. Für die neuen Herausforderungen der modernen, insbesondere translationellen Medizin ist jedoch ein Institut wie das CeMM nötig, um im internationalen Spitzenfeld konkurrenzfähig zu sein.“ CeMM-Direktor Giulio Superti-Furga: „CeMM mit seinem neuen Gebäude ist ein wahres ‚Community Project‘. Es bietet die Möglichkeit im Herzen des größten medizinischen Forschungskomplexes Österreichs, einen Steinwurf von den Bettentürmen des AKH entfernt, auf die reellen patientengruppenspezifischen Bedürfnissen einzugehen, die durch die neuen genomischen, proteomischen und systembiologischen Technologien ermöglicht werden. Es geht darum, langfristig einen wichtigen Beitrag zu einer patientengerechteren, gezielteren und voraussagenden Medizin zu leisten.“ Von der Bedeutung einer engen Zusammenarbeit der Forschungseinrichtungen zeigt sich auch Wolfang Schütz, Rektor der MedUni Wien, überzeugt: „Im Zentrum der Forschung steht die Medizin der Zukunft. Denn die molekulare Medizin ist es, die in zunehmendem Maße eine individualisierte Medizin für den Menschen ermöglicht. Die Zusammenarbeit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Med-Uni Wien soll aber auch den effizienten Einsatz öffentlicher Mittel zum Ausdruck bringen. Sie soll 2/4 Ce–M–M– Research Center for Molecular Medicine of the Austrian Academy of Sciences der öffentlichen Hand Anreiz bieten, diesen Zweig der Grundlagenforschung wettbewerbsfähig für Förderungen zu halten, indem sie für Investitionen in Infrastruktur und Basisausstattung Sorge trägt.“ Das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (BMWF) investierte knapp 22 Millionen Euro in den Bau des Forschungsgebäudes. „Das CeMM setzt einen deutlichen Impuls zur Stärkung der Grundlagenforschung in Österreich und kann bereits auf beachtliche Erfolge verweisen. Mit dem neuen Forschungsgebäude schaffen wir die optimalen Rahmenbedingungen, so dass die Wissenschaftler auch künftig Forschung auf Spitzenniveau ‚Made in Austria‘ betreiben können“, betont Wissenschafts- und Forschungsministerin Beatrix Karl.

Mehr zum Thema unter: www.cemm.at

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