zur Navigation zum Inhalt
Manuel Reiberg studierte an der Universität Köln Betriebswirtschaft und startete danach seine Karriere bei Sankyo Pharma UK in London als Business Analyst. Zuletzt war er in der Europa - Zentrale in München für die Ein- und Auslizenzierungen zuständig.
 
Pharma 30. Juli 2010

"Stärker mit der Politik auseinander setzen."

Mit kommenden Montag wird bei einem der 20 größten Parma-Unternehmen der Welt - Daiichi Sankyo - ein neuer "Manager Country Operations Austria" seine Tätigkeit aufnehmen. Der 35 -jährige Manuel Reiberg übernimmt die Verantwortung für den Österreichischen Markt. Im Interview mit SpringerMedizin.at spricht er über seine Vorstellungen zu Märkten, Konzepten und Strategien.

SpringerMedizin.at: Welche vorrangigen Herausforderungen bringt die neue Aufgabe?

Reiberg: Für mich persönlich ist es eine Herausforderung vom strategischen Geschäft wieder ins operative Geschäft einzusteigen. Darüber hinaus versuchen wir natürlich die schon bestehenden Prozesse innerhalb von Daiichi Sankyo Austria weiter zu optimieren und gleichzeitig das Kooperationskonzept umzusetzen, das mittlerweile von unseren drei deutschsprachigen Ländergesellschaften initiiert wurde.

SpringerMedizin.at: Gibt es eine spezielle Herausforderung für den Österreichischen Markt?

Reiberg: Das kann ich jetzt noch nicht konkret beantworten. Zunächst werde ich mich die erste Zeit damit beschäftigen den Österreichischen Markt kennen zu lernen: Das heißt meine ersten hundert Tage werde ich dafür verwenden mir einerseits die Organisation anzuschauen, als auch den Markt selbst zu durchleuchten, um hier die Marktspezifika zu vergegenwärtigen. Im Anschluss daran, wenn ich mir dieses Wissen angeeignet habe, werden wir konkrete Maßnahmen überlegen, um die Wachstumsstrategie in den Europäischen Märkten entsprechend auch in Österreich zu etablieren.

SpringerMedizin.at: Welche Schwerpunkte haben wir im kommenden Jahr zu erwarten?

Reiberg: Wir wollen uns konsequent auf zukünftige Markteinführungen vorbereiten. Da haben wir in den nächsten Monaten zum Beispiel die Olmetec Plus 40 mg und nächstes Jahr steht der Launch einer Weiterentwicklung an: der Triplekombination, bestehend aus Olmesartan, Amlodipin und einem Diuretikum. Mit dieser fixen Kombination geben wir Ärzten die Möglichkeit, Patienten mit hohem, schwer zu kontrollierendem Blutdruck erfolgreich zu behandeln.

SpringerMedizin.at: Die Gesundheitspolitik will nicht zuletzt auch bei den Medikamentenausgaben einsparen und setzt zum Beispiel vermehrt auf Generika. Was heißt das für ihr Unternehmen?

Reiberg: Also da habe ich eine ambivalente Meinung, zum einen muss man einfach sehen, dass die Politik zunehmend auf Generika setzt. Wir sind gerade im ARB Markt in der Situation, dass unsere Wettbewerber zunächst generisch werden. Das bedeutet konkret für uns, dass die Marktbearbeitungsaufwendung der Konkurrenz entsprechend abnehmen. Wir werden in den nächsten drei Jahren die einzigen sein, die die Produktpalette erweitern und auch konkret bewerben werden. Das heißt wir haben auch die Chance so unsere eigenen Produkte im Markt weiter zu etablieren. Ich stehe dem deshalb relativ gelassen gegenüber.

SpringerMedizin.at: Welche Eigenschaften sind für Sie persönlich die wichtigsten, um heute ein Pharma-Unternehmen erfolgreich zu führen?

Reiberg: Einmal ist es die konsequente Auseinandersetzung mit den sich verändernden regularischen Bedingungen. Das bedeutet wir müssen uns stärker mit der Politik auseinander setzen und mit der Rolle der Payer. Das heißt mit ihnen auch stärker in Interaktion treten. Und zum anderen, wenn ich mich jetzt mit der Organisation beschäftige, ist es eine offene, ehrliche Kommunikation zu fördern und sich trittsicher mit dem eigenen Handeln zur Organisation auseinander zu setzen. Und der Wille kontinuierlich seine Leistungen zu verbessern, um die eigenen Prozesse zu optimieren.

SpringerMedizin.at: Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Reiberg: In fünf Jahren sehe ich mich als Teil des Europäischen Management Committees, in der Verantwortung einer unserer Geschäftsbereiche auf europäischer Ebene.

SpringerMedizin.at: Welcher Geschäftsbereich interessiert sie am meisten?

Reiberg: Es gibt zwei konkrete Bereiche: zum einen der Bereich aus dem ich gerade komme: Business Developement, die strategische Geschäftsentwicklung. Ich habe mich sehr intensiv mit der Expansionsstrategie auseinander gesetzt, innerhalb Europas in die osteuropäischen Märkte und auch mit der Integration der indischen Konzerntochter Ranbaxy. Aber auch mit der Frage der Ein- und Auslizenzierung von Produkten. Mich würde aber auch die operative Steuerung von sich entwickelnden Märkten in Europa interessieren.

AN

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben