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Prof. Dr. Jasminka Godnic-Cvar (links)
Prof. Dr. Barbara Bohle (rechts)

 
Menschen & Taten 30. April 2010

Zwei neue Professorinnen

Mit den Bereichen Allergieforschung und Arbeitsmedizin baut die Medizinische Universität Wien Ihren Frauenanteil weiter aus. Die Biotechnologin Prof. Dr. Barbara Bohle und die Arbeitsmedizinerin Prof.Dr. Jasminka Godnic-Cvar erhalten die neue Professur für Zelluläre Allergologie und die Professur für Arbeitsmedizin. 

Professorin für Zelluläre Allergologie

Die Biotechnologin Prof. Dr. Barbara Bohle befasst sich am Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung mit der Pathophysiologie der IgE-mediierten Allergien. Ein Schwerpunkt ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit liegt dabei auf der Erforschung der zellulären Immunantwort auf Allergene, im Speziellen auf der Charakterisierung von allergen-spezifischen T Lymphozyten.

Ihre bisherigen Arbeiten haben auf eine wichtige Rolle der allergen-spezifischen T-Zellen bei der Allergieentstehung aber auch beim Auslösen von allergischen Reaktionen hingewiesen und wurden mit mehreren sehr renommierten nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Weiters hat Prof. Bohle untersucht, wie sich die Immunantwort durch eine erfolgreiche spezifische Immuntherapie der Allergie verändert. 

Entwicklung von Impfstoffen für die Allergietherapie 

Basierend auf diesen Erkenntnissen arbeitet ihr Team daran, neuartige Impfstoffe für die Allergietherapie zu entwickeln, welche die Modulation der krankmachenden T-Zellantwort in Richtung einer für Nicht-Allergiker charakteristischen Immunantwort fördern. Die Impfstoffentwicklung sowie die Umsetzung der Erkenntnisse aus ihrer Grundlagenforschung in klinische Anwendungen ist ein Schwerpunkt des von Barbara Bohle geleiteten Christian Doppler Labors für Immunmodulation.

Neben ihrer Forschungstätigkeit an der Medizinischen Universität Wien ist Barbara Bohle in verschiedenen internationalen Gremien tätig. Derzeit ist sie die Präsidentin der Immunologie Sektion der Europäischen Akademie für Allergologie und Klinische Immunologie (EAACI) sowie die Managing Editorin der Zeitschrift „International Archives of Allergology and Immunology“.

Als Vision sieht Barbara Bohle die weltweit hoch anerkannte Allergieforschung in Österreich weiterhin auszubauen und zu stärken. „Österreichische Allergieforschung ist Weltspitze - und es wäre schön, wenn wir ebenso Weltspitze in der Therapie von Allergien werden würden“. 

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Fotos: MedUni Wien

Prof. Dr. Jasminka Godnic-Cvar (li), Prof. Dr. Barbara Bohle (re)

Jasminka Godnic-Cvar, Professorin für Arbeitsmedizin 

Als Leiterin der universitären Arbeitsmedizin sieht Jasminka Godnic-Cvar „die Chance die Arbeitsmedizin an der Medizinischen Universität Wien mit Hilfe meiner KollegInnen und MitarbeiterInnen auf ein internationales Niveau zu bringen. Ich will auch ein gesundheits- und arbeitsförderndes Arbeitsklima gerade auf der Arbeitsmedizin exemplarisch vorgeben und leben.“

Als Schwerpunkte ihrer Professur nennt Prof. Dr. Godnic-Cvar unter anderem die Neupositionierung der Arbeitsmedizin als gesundheitspolitische Determinante, eine gestärkte Internationalität durch wissenschaftliche Projekte, Austausch von Erfahrungen und Studienaufenthalte von ÄrztInnen in Ausbildung an internationalen arbeitsmedizinischen Einrichtungen, eine Förderung des Genderaspekts in der Arbeitsmedizin sowie das Initiieren von Interaktionen mit anderen gesellschaftsrelevanten präventiv-medizinischen Fächern und die Einführung von betriebsärztlicher Tätigkeit im Rahmen der universitären Ausbildung im Sonderfach „Arbeits- und Betriebsmedizin“. 

Mit weibliche Neuberufungen an der Spitze

Karin Gutiérrez-Lobos, zuständige Vizerektorin für Frauenförderung an der MedUni Wien: „Mit Bohle und Godnic-Cvar haben wir heuer bereits drei von sechs Professuren mit Frauen besetzen können. Ich freue mich, dass unsere Bemühungen zur Gleichstellung der Frauen immer öfter mit Erfolg gekrönt werden und werte dies auch als Signal in Sachen Frauenförderung an alle anderen Universitäten Österreichs." 

Die Medizinische Universität Wien liegt mit diesem Ergebnis - 50% der Neuberufungen sind an Frauen ergangen -  österreichweit an der Spitze bei weiblichen Neuberufungen.

Presse MedUniWien, AN

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