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Foto: aboutpixel.de / Series 1: Tabellte gefällig? © Tobias Wölki
Jahrelang Tabletten nehmen, obwohl man sich subjektiv gesund fühlt? In diese Zwickmühle geraten viele Frauen, wenn sie nach einer Brustkrebsoperation eine adjuvante medikamentöse Therapie verordnet bekommen.
 
Mammakarzinom 7. Oktober 2009

Jede Zweite gibt auf

Experten warnen: Brustkrebspatientinnen gefährden sich selbst durch unzureichendes Einhalten der Therapie.

Im vierten – von insgesamt fünf vorgesehenen – Therapiejahren nehmen nur noch 50 Prozent der Mammakarzinompatientinnen ihre adjuvanten Medikamente so ein, wie sie verschrieben wurden. Diese Zahlen stammen aus amerikanischen Untersuchungen. Auch wenn hierzulande die Gesundheitsversorgung und damit die Compliance vermutlich besser ist, schlagen heimische Experten Alarm.

 

Der stärkste Rückgang wurde in den USA schon innerhalb der ersten vier Monate beobachtet, nach zwei Jahren nahmen nur mehr 61% der Patientinnen ihr Medikament ein. Während die modernen Brustkrebstherapien immer effektiver werden – zu lesen in der ASCO-Kongressnachlese auf Seite 19 und 20 –, scheint der optimale Therapieerfolg nun durch mangelnde Compliance (Therapietreue) gefährdet zu sein: Die besten Medikamente können nicht helfen, wenn sie nicht oder nicht richtig eingenommen werden. Im Rahmen einer Pressekonferenz informierten führende Experten über den besorgniserregenden Ist-Zustand und diskutierten mögliche Gründe und erste Ansätze zur Verbesserung der Therapietreue.

>> Zum Schwerpunkt Mammakarzinom

>> Diaschau: Therapietreue bei Brustkrebs verbessern

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