zur Navigation zum Inhalt
 
Allgemeinmedizin 28. April 2014

Verantwortung für die eigene Gesundheit

Vernünftige Verhaltensänderungen in der täglichen Lebenspraxis können die Kostendynamik des Gesundheitssystems enorm drosseln und damit zur nachhaltigen Finanzierbarkeit medizinischer Leistungen beitragen.

Auf diesen immer wichtiger werdenden Aspekt der Gesundheitspolitik wies der Berufsverband Österreichischer Psychologen (BÖP) gemeinsam mit der European Federation of Psychologists Associations (EFPA) anlässlich des Weltgesundheitstages der WHO am 7. April 2014 hin. Das breite gesundheitspsychologische Wissen sollte vermehrt in der Gesundheitspolitik Eingang finden. Daran sollten sich alle Berufsgruppen des Gesundheitssystems aktiv beteiligen.

Der Lebensstil lässt sich meist verändern

„Lebensstilerkrankungen wie Herzinfarkte, Schlaganfälle, Diabetes oder Adipositas nehmen weltweit dramatisch zu“, so Sandra Lettner, Präsidentin des BÖP. „Internationale Studien zeigen eindeutig, dass körperliche Gesundheit durch das Verhalten stark beeinflusst wird.“ Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum, das Ausmaß und die Art der Bewegung, Ernährung oder das Hygieneverhalten sind wichtige Einflussfaktoren auf den Gesundheitszustand der Menschen.

Derzeit werde nach wie vor zu wenig darauf geachtet, die individuelle Eigenverantwortung der Menschen für ihren gesundheitlichen Standard herauszustreichen und zu unterstützen. Die traditionelle Übernahme der Entscheidungen durch den Arzt entlastet den Patienten von der Verantwortung aber entzieht ihm auch die Möglichkeit aktiv an seiner Gesundheit zu arbeiten. Ziel aller Berufsgruppen in der Gesundheitsversorgung sollte der mündige und verantwortungsbewusste Patient sein.

 

Quelle: BÖP - Berufsverband Österreichischer Psychologinnen und Psychologen
, Apotheker Plus 4/2014

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben