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Allgemeinmedizin 4. November 2013

Raus aus dem Dauerstress!

Von der Managerkrankheit zur Zeiterscheinung

Vorübergehender Stress kann positive Effekte auslösen und eine Leistungssteigerung ermöglichen. Lange anhaltender Stress schadet jedoch der körperlichen und seelischen Gesundheit. Warnsignale hierfür sind anhaltende Nervosität, innere Unruhe bis hin zu Schlafstörungen und dem Nachlassen der Belastbarkeit. Ein Zustand, der das Stressempfinden zunehmend steigert und daher geeignete Gegenmaßnahmen fordert. Viele Menschen leiden darunter und glauben gleichzeitig, ihm nicht entgehen zu können. Die Folgen sind weitreichend. Bewältigungsstrategien nicht immer leicht umzusetzen. Sie können aber wirkungsvoll unterstützt werden.

Stress und seine Auswirkungen sind jedenfalls nicht auf Menschen in Führungspositionen und Manager beschränkt ist. Stress kennt keine Hierarchien, betroffen kann jeder in jedem Alter und jeder Profession sein. Gründe für das Stressempfinden können auch mangelnde Handlungsspielräume und fehlende soziale Unterstützung sein. Positiv herausfordernde Arbeit ist dagegen förderlich für Gesundheit, Wohlbefinden und mentale Fitness.

Stress macht innerlich unruhig und nervös. Oft ist Stress begleitet von Konzentrationsschwäche, Gereiztheit und einer geringeren Belastbarkeit. Die innere Unruhe und die ständige gedankliche Beschäftigung mit Sorgen behindern das Ein- und Durchschlafen. Schlafstörungen sind die Folge. Zu wenig Schlaf führt wiederum zu Unausgeglichenheit und Erschöpfung. Dieser Teufelskreis muss unbedingt durchbrochen werden, denn auf Dauer kann er der Gesundheit maßgeblich schaden.

Andauernde Belastungen schwächen das Immunsystem nachhaltig. Cortisol spielt eine entscheidende Rolle, denn hohe Cortisolkonzentrationen gehen mit erhöhter Krankheitsanfälligkeit einher. Untersuchungen zufolge kann Dauerstress den Cortisolspiegel senken; das Immunsystem reagiert „über“, und Entzündungen oder Allergien treten gehäuft auf.

Belastbarkeit im Alltag erhöhen, bis andere Methoden wirken

Die meisten Stressauslöser sind mit unabwendbaren Lebensumständen verbunden, die sich zumindest nicht so leicht verändern lassen. So bleibt als schnell umsetzbare Gegenmaßnahme meist nur, mit geeigneten Mitteln das Stressempfinden zu mindern und die Belastbarkeit im Alltag zu erhöhen. Gezielte Entspannungsmethoden wie Autogenes Training, die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson oder auch Yoga eignen sich dazu besonders gut. Allerdings nimmt das wirkungsvolle Erlernen und Anwenden dieser Techniken Zeit in Anspruch - die meist nicht vorhanden ist. Daher können Arzneimittel auf pflanzlicher Basis für die Betroffenen eine sinnvolle Hilfe sein. Gerade bei Stress und Nervosität vertraut ein Großteil der Bevölkerung Arzneimitteln aus der Natur. Die allgemeine Beliebtheit rührt aus jahrhundertealten positiven Erfahrungen hinsichtlich Wirksamkeit und Verträglichkeit.

Die Präparate sind im allgemeinen gut verträglich, daher rezeptfrei erhältlich und für die längerfristige Anwendung gut geeignet. Am Tag wirken sie innerlich ausgleichend und nervenberuhigend. Die Belastbarkeit im Alltag und damit die Widerstandsfähigkeit gegenüber Stress wird gestärkt. Da sie nicht müde machen, bleiben Leistungsfähigkeit in Beruf und Familie erhalten und sie sind auch gut für jene Personen geeignet, die unter Prüfungsangst und Lampenfieber leiden.

Einige Phytopharmaka haben sich auch als Einschlafhilfen bewährt. Ihre beruhigenden Effekte fördern das Abschalten von der Hektik und den Sorgen des Tages. So stellt sich die für das Einschlafen notwendige innere Ausgeglichenheit ein, und die Zeit bis zum Einschlafen wird verkürzt. Ein weiterer Vorteil: Auch bei längerfristigem Gebrauch besteht keine Gefahr der Abhängigkeit.

Springer-gup, Apotheker Plus 9/2013

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