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Diabetologie 24. Juni 2013

Stress macht Frauen krank

Bei Dauerbelastung im Job steigt offenbar das Typ-2-Diabetes-Risiko – zumindest bei Frauen. Bei den Männern entdeckten schwedische Forscher den gegenteiligen Effekt.

3.205 Frauen und 2.227 Männern wurden über acht bis zehn Jahre untersucht. Die Teilnehmer waren zu Studienbeginn laut oralen Glukosetoleranztests gesund. Arbeitsstress wurde anhand von Fragen zu Arbeitspensum, Arbeitsbelastung, Entscheidungskompetenz, Schichtarbeit und Resilienz beurteilt. Andere Diabetes-begünstigende Faktoren wurden berücksichtigt. Während der acht bis zehn Jahre erkrankten 60 Frauen und 111 Männer an Typ-2-Diabetes. Die arbeitsbedingten Stressfaktoren hatten offenbar das Diabetesrisiko bei Frauen und Männern beeinflusst, wenn auch in unterschiedlicher Weise: Geringe Entscheidungsspielräume an der Arbeit etwa verdoppelten bei Frauen das Diabetesrisiko. Wenn gleichzeitig eine hohe Arbeitsbelastung hinzukam, ergab sich ein vierfach erhöhtes Risiko. Bei Männern hingegen stieg mit dem beruflichen Stress das Diabetesrisiko nicht. Vielmehr sank die Erkrankungsrate mit hoher Arbeitsanforderung und -belastung sogar. Männer mit hoher Arbeitsbelastung und einem großen Gestaltungsfreiraum an der Arbeit erkrankten besonders selten.

     

Eriksson A-K et al.: Diabetes Care 2013; published online May 1

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