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Infektiologie 22. Februar 2016

Fakten und Annahmen über Aedes aegypti

Aedes aegypti: Die tropische Gelbfiebermücke ist eine invasive Art, die ursprünglich aus Afrika stammt. Schon im 18. Jahrhundert verbreitete sich die Spezies durch den internationalen Schiffsverkehr über die ganze Welt. „Aedes aegypti“ ist der Hauptüberträger des Zika-Virus, die tagaktive Mücke kann auch Dengue-, Chikungunya- und Gelbfieber verbreiten.

Blutzoll: Bislang sind nur wenige Todesfälle bekannt geworden, die in Verbindung mit dem Zika-Virus stehen könnten. Zum Vergleich: Am Dengue-Fieber sterben pro Jahr rund 22.000 Menschen. An der von anderen Mücken übertragenen Malaria starben im Vorjahr 438.000 Menschen, 70 Prozent waren Kinder unter fünf Jahren.

Charakteristika: Etwa 70 bis 80 Prozent der Infizierten haben nach Angaben der Gesellschaft für Virologie keine Symptome. Die anderen leiden einige Tage nach dem Mückenstich zum Beispiel unter Fieber , Muskel-, Glieder- und Kopfschmerzen. Es kann nach Angaben der Fachgesellschaft ein juckender Hautausschlag auftreten, der sich vom Kopf über den ganzen Körper ausbreitet. Die Symptome sind nach wenigen Tagen vorbei.

Dokumentation: Zika-Viren können auch durch Sex übertragen werden. Die WHO geht aber davon aus, dass beinahe 100 Prozent aller Ansteckungen durch Stechmücken erfolgen. Auch im Urin und Speichel wurde das Virus nachgewiesen. Auch die Asiatische Tigermücke, „Aedes albopictus“, konnte zumindest im Laborversuch Zika-Viren übertragen. Das Übertragungsrisiko in Europa ist aber vermutlich sehr gering.

Erkrankung: Mediziner vermuten, dass es einen Zusammenhang zwischen Zika und dem Anstieg des seltenen Guillain-Barré-Syndroms geben könnte. Typische Symptome der entzündlichen Erkrankung sind Lähmungen.

Fehlbildung: Es gibt Hinweise darauf, dass infizierte Schwangere ein höheres Risiko für Schädelfehlbildungen ihrer Kinder haben.

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