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Alternativ zur Biopsie lässt sich das Genom des Prostatakarzinoms auch aus dem Blutplasma rekonstruieren.
 
Urologie 15. April 2013

Liquid Biopsy

Diagnose und Verlaufskontrolle des Prostatakarzinoms aus dem Blut.

In einer österreichisch-deutschen Kooperation wurde ein nicht-invasives Diagnoseverfahren zur Erkennung von wiederkehrenden bzw. metastasenbildenden Prostatakrebserkrankungen erforscht. Mit dieser Methode soll eine frühzeitige Befundung auf kostengünstige und für den Patienten möglichst schonende Weise erreicht werden.     

Die „Liquid Biopsy“ liefert eine detaillierte Genanalyse inklusive der für die Krebserkrankung verantwortlichen Gene. Eine solche Genanalyse ist bislang nur aus einer Gewebeprobe möglich. Weil absterbende Tumorzellen ihr Erbgut ins Blutplasma abgeben, können mit entsprechenden Computeralgorithmen nun Charakteristika des Tumorgenoms aus dem Blut errechnet und das Tumorgenom rekonstruiert werden. Diese nicht-invasive Diagnostik kann auch leicht wiederholt werden, um Änderungen der für die Krebserkrankung verantwortlichen Gene zu erfassen, wie beispielsweise Resistenzen gegen eine verabreichte Therapie.

Die Forscher sind sich einig, dass die „Liquid Biopsy“ neben der herkömmlichen Biopsie ein geeignetes Diagnoseverfahren darstellt, wobei die Vorteile klar auf der Hand liegen: einfache Anwendung und geringe Kosten.

Heitzer E. et al.: Genome Medicine 2013, doi:10.1186/gm434

MedUni Graz, Ärzte Woche 16/2013

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