zur Navigation zum Inhalt
 
Allgemeinmedizin 5. November 2012

Labordiagnostik erhöht Patientensicherheit

Massenspektrometrie

Mit Hilfe der Massenspektrometrie können Medikamentenspiegel exakter gemessen und damit individualisierte Dosierungen genauer ermittelt werden. Das Ergebnis ist eine optimierte Wirkung und eine Verringerung unerwünschter Nebenwirkungen.

Die relativ junge chemische Analysemethode hat im vergangenen Jahrzehnt weltweit den Sprung von der bioanalytischen Forschung in die klinische Routine geschafft.

„Die Massenspektrometrie ist überall dort besonders effizient, wo es darum geht, kleine Moleküle, die dem Körper zugeführt werden, zu vermessen“, erklärte Univ.-Doz. Dr. Christoph Seger, technischer Leiter des Bereichs Massenspektrometrie und Chromatographie des Zentralinstituts für Medizinische und Chemische Labordia-gnostik der Universitätskliniken Innsbruck, anlässlich der Jahrestagung 2012 der Österreichischen Gesellschaft für Labormedizin. Lange Zeit als einzige routinetaugliche Methode für forensisch-toxikologische Fragestellungen im Einsatz, um Substanzen bei einem Suchverfahren nach unerkannten Drogen und Giften eindeutig nachzuweisen, kam in den vergangenen Jahren als weiterer Anwendungsschwerpunkt die Messung von therapeutischen Medikamentenspiegeln hinzu. Einen zusätzlichen Vorteil bietet die Methode bei Therapien, deren Erfolg sich sonst schlecht überprüfen lässt.

In der Entwicklung moderner Medikamente bieten die begleitenden massenspektrometrischen Untersuchungen mit den Daten über Pharmakokinetik und Pharmakodynamik Referenzen für den klinischen Einsatz der Substanzen am Patienten und erhöhen dadurch die Anwendungssicherheit. In Österreich steht die Massenspektrometrie derzeit an den Universitätskliniken und einigen großen niedergelassenen Laborgemeinschaften zur Verfügung.

Quelle: Presseaussendung Österreichische Gesellschaft für Labormedizin

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben