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Onkologie 6. Oktober 2014

Wissensdefizite bei personalisierter Krebstherapie

Onkologen beklagen, dass ihre Krebspatienten nicht ausreichend über die verfügbaren Möglichkeiten bei individualisierten Krebstherapien informiert sind, um bei der Behandlung mitzuentscheiden.

Mehr als drei Viertel aller Onkologen in Europa, Südamerika und Asien gaben bei einer Online-Befragung an, dass ihre Patienten nicht ausreichend über die verfügbaren Therapieoptionen bei individualisierten Krebstherapien informiert sind. 90 Prozent der befragten Onkologen verwenden gegenwärtig Biomarker, um die bestmögliche individuelle Therapie für ihre Patienten zu identifizieren. Am häufigsten sind das KRAS-Mutation (87 %) für kolorektalen Krebs sowie Hormonrezeptorstatus (84 %) und HER2-Expression (80 %) für Brustkrebs. Von der Minderheit, die keine Biomarker einsetzten, gaben 55 Prozent als Ursache zu hohe Kosten oder mangelhafte Vergütung an.

Während 82 Prozent der Befragten denken, dass eine Therapieentscheidung gemeinsam mit den Patienten erfolgen sollte, glauben nur 23 Prozent, dass diese dafür ausreichend informiert sind.

Patienten, so Studienleiter Prof. Fortunato Ciardiello, würden mehr Informationen benötigen, die ihnen dabei helfen, die unterschiedlichen Typen von Krebs zu verstehen.

Quelle: ESMO 2014, Abstract 1080O_PR

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