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© Getty Images/iStockphoto
 
Diabetologie 21. August 2013

Zweimal am Tag

Zwei größere Mahlzeiten sind besser als öfters zwischendurch essen.

Für Patienten, die an Diabetes mellitus Typ 2 erkrankt sind, erscheint es günstiger, nur zwei Mahlzeiten pro Tag zu sich zu nehmen, als die gleiche Kalorienmenge nach dem häufig empfohlenen Häppchen-Prinzip auf sechs Mahlzeiten zu verteilen.

Frühstücken wie ein Kaiser, Mittagessen wie ein König, Abendessen wie ein Bettler – diese alte Ernährungsregel scheint zumindest bei übergewichtigen Patienten mit Typ-2-Diabetes einer wissenschaftlichen Überprüfung durchaus standzuhalten.

Zwei versus sechs Mahlzeiten

Vorgenommen hat den Test eine Forschergruppe um Dr. Hana Kahleova aus Prag. In ihrer randomisierten Cross-over-Studie haben die tschechischen Untersucher 54 mit oralen Antidiabetika behandelte Typ-2-Diabetiker auf eine kalorienreduzierte Diät (– 500 kcal/Tag) gesetzt. Der Body-Mass-Index (BMI) der Teilnehmer lag im Schnitt bei 32,6, ihr Alter bei knapp 60 Jahren und der HbA1c-Wert bei 7,2 Prozent.

In Gruppe A gönnten sich die Patienten zwölf Wochen lang im Tagesverlauf bis zum Abend insgesamt sechs kleinere Mahlzeiten oder Snacks. Bei gleicher Kalorienbeschränkung gaben sich die der Gruppe B zugeteilten Diabetiker in dieser Zeit mit einem jeweils üppigeren Frühstück und Mittagessen zufrieden.

Der Anteil an Kohlenhydraten, Fett und Proteinen in der Nahrung war in beiden Gruppen gleich. Nach zwölf Wochen erfolgte der Wechsel in die jeweils andere Gruppe.

Zwei-Mahlzeiten-Konzept

Das Resultat: Körpergewicht und BMI schmolzen in beiden zwölfwöchigen Phasen, jedoch signifikant stärker in der „Zwei-Mahlzeiten-Phase“. Unter beiden hypokalorischen Diäten verringerte sich zudem der Fettgehalt in den Leberzellen. Auch diese Reduktion war bei Beschränkung auf nur zwei Mahlzeiten pro Tag deutlich ausgeprägter, berichtete Kahleova beim Kongress der 73. American Diabetes Association (ADA) in Chicago.

Ein erhöhter Fettgehalt in Hepatozyten beeinträchtigt unter anderem die Fähigkeit von Insulin, die hepatische Glukoseproduktion zu hemmen. Die Abnahme des Leberfetts korrelierte mit einer Zunahme der Insulinsensitivität, wobei auch diese Zunahme in der Phase mit nur zwei Mahlzeiten signifikant ausgeprägter war.

Quelle:

Posterpräsentation Abstract 163-OR bei der American Diabetes Association, 73rd scientific sessions, 21.– 25. Juni 2013 in Chicago

springermedizin.de/po/IS, Ärzte Woche 34/2013

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