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Kardiologie 11. Oktober 2012

Erdbeben

Eine neue Studie belegt einen sprunghaften Anstieg von Herz-Kreislauf-Krankheiten nach dem japanischen Erdbeben.

Das große japanische Erdbeben vom 11. März 2011 führte in den betroffenen Regionen zu einem sprunghaften Anstieg von Herz-Kreislauf-Krankheiten. So stieg die Zahl der Krankheitsfälle pro Woche innerhalb weniger Tage bei Herzschwäche von rund 20 auf über 60, bei akutem Koronarsyndrom von 3 auf 25, bei Schlaganfällen von rund 70 auf rund 110 und bei Herz-Lungen-Stillstand von rund 40 auf 80. Diese Daten wurden im „European Heart Journal“ veröffentlicht und am ESC vorgestellt. Die Forscher um Prof. Dr. Hiroaki Shimokawa, Tohoku Universität, Japan, hatte die Rettungsdienst-Protokolle im Bezirk Miyagi von Februar bis Juni ausgewertet. Nach dem großen Erdbeben gab es über sechs Wochen noch Nachbeben und der zweite Krankheitsgipfel bei Schlaganfällen und Herz-Lungen-Stillstand wurde kurz nach dem stärksten Nachbeben verzeichnet. „Alles in allem“, so Shimokawa, „gehen wir davon aus, dass das aktivierte sympathische Nervensystem, in der Folge der gestiegene Blutdruck, das zunehmende Auftreten von Rhythmusstörungen mit Auswirkungen auf vorbestehende Erkrankungen, Infektionen und die unterbrochene Medikamenten-Einnahme wesentliche Faktoren der Anstiege der Herz-Kreislauf-Krankheitsfälle sind.“

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