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�KG 2012 29. Mai 2012

Der 44. Österreichische Kardiologiekongress 2012 in Salzburg

Statement Prof. Dr. med. Burkert Pieske, Leiter der Klinischen Abteilung für Kardiologie, Medizinische Universität Graz; Präsident der ÖKG.

Vom 30. Mai bis 2. Juni 2012 veranstaltet die Österreichische Kardiologische Gesellschaft zum 44. Mal den Österreichischen Kardiologiekongress im Kongress Salzburg. Es handelt sich dabei um den größten Kongress dieser Art im südosteuropäischen Raum mit zahlreicher nationaler und internationaler Beteiligung. Auf dem Kongress werden neueste Entwicklungen im Bereich der Herz-Kreislaufforschung vorgestellt. Die wissenschaftliche Veranstaltung richtet sich neben Kardiologinnen und Kardiologen auch an Internisten, Allgemeinmediziner, Wissenschaftler, Studierende und Pflegekräfte.

Der heurige Kongress hat zwei Schwerpunkte: „Notfälle in der Kardiologie“ und „Interdiziplinarität in der Kardiologie“. Kaum ein anderes Fachgebiet hat so viele lebensbedrohliche Notfälle zu versorgen wie die Kardiologie: hierzu zählen unter anderem Herzinfarkt, bösartige Herzrhythmusstörungen, Herzstillstand, lebensbedrohliche Herzmuskelentzündungen, Herzklappenveränderungen, und Erkrankungen der großen Gefäße. Daher müssen Kardiologinnen und Kardiologen und die fachverwandten Disziplinen auf diesen Gebieten über hervorragende theroretische und praktische Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen – hierzu wird der diesjährige Kongress beitragen.

Das zweite Leit-Thema „Interdisziplinarität“ trägt der heutigen komplexen Situation Rechnung, in der zwar einerseits Spezialisierung eine hervorragende Patientenversorgung auf höchstem Niveau garantiert, andererseits aber breites Fachwissen für eine ganzheitliche Krankenversorgung unumgänglich ist. Da dieses breite Fachwissen in jedem Detail nicht mehr von einem einzelnen Arzt oder Ärztin beherrschbar ist, müssen sich fachübergreifend interdisziplinäre Ärzte-Teams bilden um gemeinsam eine optimale medizinische Versorgung sicherzustellen. Diese Entwicklung greift der Kongress in Salzburg durch Einbindung anderer Disziplinen, u.a. Nephrologie, Pulmonologie, Gastroenterologie, aber auch Psychiatrie und Psychosomatik, auf.

Das aktuelle Spektrum der Kardiologie wird auf insgesamt 27 Sitzungen sowie 8 Symposien über insgesamt 3 Tage erörtert. Das Sitzungsprogramm geht auf wesentlich auf Vorschläge der Arbeitsgruppen der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft zurück. Dabei wird neben der wissenschaftlichen Aufarbeitung neuester Studienergebnisse auch auf die praktische Umsetzbarkeit neuer Erkenntnisse großer Wert gelegt. Zusätzlich werden die neuesten europäischen Behandlungsleitlinien sowie wichtige neue Studienerkenntnisse in einer Reihe von Sitzungen mit internationaler Beteiligung erörtert.

Einer von vielen Höhepunkten ist der diesjährige Festvortrag des renommierten Forschers und derzeitigen Chefs der Kardiologie an der Harvard-Universität in Boston, Professor Peter Libby, der die Entstehung der Arteriosklerose erklärt.

In mehreren hundert Abstractbeiträgen aus Österreich und den Nachbarländern werden darüber hinaus neue wissenschaftliche Ergebnisse vorgestellt. Für die besten Arbeiten werden erneut renommierte Forschungspreise vergeben. Eine weitere Neuerung ist die Sitzung der „Young Cardiologists of Tomorrow“, einer neuen Arbeitsgruppe der Nachwuchskardiologinnen und -kardiologen, die sich so besser auf nationaler und internationaler Eben zusammenschließen können.

Der Kardiologenkongress 2012 verspricht ein spannendes, informatives Programm und trägt zur kontinuierlichen Verbesserung der kardiologischen Versorgung und der wissenschaftlichen Entwicklung in Österreich bei.

Weitere Details sowie das endgültige Programm der Jahrestagung können auf der Homepage der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft unter www.atcardio.at  abgerufen werden.

Über die kostenlose App der Ärzte Woche erhalten auf SpringerMedizin.at registrierte Ärztinnen und Ärzte die im wmw-skriptum 6/12 publizierten Beiträge der Jahrestagung 2012 der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft "live" aufs iPhone oder iPad knapp nachdem der jeweilige Vortrag gehalten wurde.

Prof. Dr. Burkert Pieske, springermedizin.at

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