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Foto: photos.com
Schadstoffe in der Luft erhöhen das Risiko für Lungenkrankheiten.
 
OEGP 2011 20. Oktober 2011

Luftschadstoffe machen krank

Zwölf Prozent der Bronchitisfälle gehen auf das Konto der Kontamination der Atemluft.

Luftverschmutzung trifft jeden. Was für Gesunde eventuell noch „erträglich“ ist, wird für Menschen mit Asthma oder COPD unter Umständen zur Belastung.

 

„Mehr Schadstoffe erhöhen das Erkrankungs- und Todesrisiko“, so Dr. Torben Sigsgaard von der Abteilung für Sozial- und Arbeitsmedizin der Universität Aarhus, Dänemark, bei der ÖGP-Jahrestagung 2011. Die europäische Metastudie CAFE hat gezeigt, dass mit jeder Erhöhung der Schadstoffbelastung um zehn Mikrogramm im PM10-Wert die Belastung der Bevölkerung infolge der dadurch bedingten Krankheiten steigt und auch zu Todesfällen führt. Die Schweizer SAPALDIA-Studie hat ergeben, dass die Luftverschmutzung die altersbedinge Verminderung der Lungenfunktion beschleunigt und damit die Häufigkeit von Asthma und chronischer Bronchitis erhöht. Laut Hochrechnungen aus diesen Daten für Österreich können zwölf Prozent der chronischen Bronchitiden der Luftkontamination zugeschrieben werden. Die Folgestudie SAPALDIA 2 ergab einen Rückgang der Erkrankungsfälle, weil sich zwischen 1991 und 2002 die Luftqualität verbessert hatte.

Dass sich die Luftverschmutzung „abschalten“ lässt, wurde bei den Olympischen Sommerspielen in Atlanta und Peking bewiesen. Die vorsorgliche Stilllegung von Indstriebetrieben hatte zur Folge, dass in diesen drei Wochen dramatisch weniger Patienten mit schweren Asthmaproblemen zu versorgen waren. Weniger Luftverschmutzung bedeutet also weniger dadurch bedingte Gesundheitsprobleme. 

 

Quelle: Aussendung der ÖGP.

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