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Anästhesie 1. Oktober 2010

Knöchel OP: Minimal invasiver Ultraschall im Vergleich zur Spinalanästhesie

HINTERGRUND: Bei der Chirurgie des Fußes und des Knöchels hat die Ultraschall (US) – gezielte regionale Anästhesie an Beliebtheit gewonnen. Ziel unserer Studie war es, die Suffizienz einer minimal invasiven US-gezielten regionalen Anästhesie, sowie die Dauer der Analgesie in der postoperativen Periode im Vergleich zur Anästhesie und postoperativen Analgesie nach Spinal Anästhesie bei Operationen am Knöchel zu untersuchen.

METHODEN: Es wurden 40 erwachsene Patienten mit bimalleolarer Fraktur, bei denen eine Operation vorgesehen war, prospektiv untersucht. Nach Randomisierung wurden sie in 2 Gruppen geteilt. Patienten der 1. Gruppe erhielten eine US-gezielte Blockierung femoro-popliteal (US-FPB), die der 2.Gruppe wurden mit Spinalanästhesie (SA) analgesiert. In beiden Gruppen wurde 0,5 %iges Bupivacain als Lokalanästhetikum verwendet.

ERGEBNISSE: 18 Patienten der 1. und 19 Patienten der 2. Gruppe beendeten die Studie. Der Grad der Anästhesie war in beiden Gruppen ausreichend und unterschied sich nicht signifikant. Die Dauer der postoperativen Analgesie war bei den mit US FPB behandelten Patienten länger als bei den Patienten unter SA (12 ± 3 vs. 3 ± 1 h) (p < 0.001). Auf der anderen Seite war der Beginn des kompletten senso-motorischen Blocks in der Gruppe mit SA signifikant früher als bei den Patienten mit US-FPB (5 ± 1 vs. 8 ± 3 min) (p < 0,001).

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Knöchelbrüche können mit US-FPB ausreichend anästhesiert werden. Im Vergleich zu den Patienten mit SA war die Dauer der postoperativen Analgesie bei den US-FPB Patienten signifikant länger, bei allerdings signifikant späterem Einsetzen der Anästhesie.

Alen Protić, Mladen Horvat, Helga Komen-Usljebrka, Vedran Frkovic, Marta Zuvic-Butorac, Krešimir Bukal, Alan Sustic, Wiener klinische Wochenschrift 19/20/2010

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