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Anästhesie 20. Oktober 2009

Linderung bei Fibromyalgiesyndrom

Gegen die Symptome des Fibromyalgiesyndroms (FMS) hilft Herzkreislauftraining am nachhaltigsten, ergab eine Metaanalyse, die beim Deutschen Schmerzkongress 2009 in Berlin präsentiert wurde. Die meisten anderen Therapieverfahren wirken nur gegen bestimmte Symptome wie Schmerzen oder Schlafstörungen.

Verschiedene Substanzklassen von Antidepressiva sind bei den Kernsymptomen des FMS unterschiedlich wirksam. Pregabalin reduziert Schmerzen und Schlafstörungen, nicht jedoch Depressivität und Müdigkeit. Die Wirksamkeit einer medikamentösen Therapie sind nur für eine Dauer bis zu sechs Monaten belegbar und außerdem mit relativ hohen Nebenwirkungs- und Abbruchraten verbunden. Schwerwiegende Nebenwirkungen sind jedoch selten.

Die Abbruch- und Nebenwirkungsraten bei nichtmedikamentösen Behandlungsoptionen sind niedriger als in den Medikamenten-Studien, und es gibt Hinweise für einige anhaltende positive Effekte auch nach dem Ende der Therapie.

Akupunktur und Spa-Therapie reduzieren nur die Schmerzen, kognitive Verhaltenstherapie nur die Depressivität, nicht jedoch die anderen Symptome. Nur Herzkreislauftraining hat eine positive Wirkung auf alle Kernsymptome des FMS. Die Aussagen der Studien zu komplementären Verfahren sind durch die mangelnde methodische Qualität der meisten Studien eingeschränkt.

 

Leitlinie: www.uni-duesseldorf.de/AWMF/ll/041-004.htm

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