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Sportmedizin 12. Oktober 2010

26. Sportärztewoche

Am 11. Dezember finden wieder die Internationalen Österreichischen Ärzte-Skimeisterschaften statt.

Die nächste Wintersportsaison steht beinahe vor der Tür und damit auch die Sportärztewoche in Zell am See. Bereits am Anfang der Saison – vom 5. bis 10. Dezember 2010 – trifft sich die Sportärzte-Elite traditionell im Grand Hotel Zell am See und erörtert im Rahmen zahlreicher Vorträge, interdisziplinärer Seminare und Diskussionsrunden aktuelle Entwicklungen aus verschiedenen sportmedizinischen und therapeutischen Schwerpunktbereichen.

 

Unter der wissenschaftlichen Leitung von OA Dr. Karin Vonbank, Internistin und Sportmedizinerin an der Abteilung für Pulmologie im AKH Wien, und Dr. Erich Altenburger, FA für Unfallchirurgie, Dipl. Sportarzt und ÖSV Teamarzt, wurde ein spannendes und umfangreiches Sportärztewoche-Programm vorbereitet.

Aus orthopädisch-traumatologischer Sicht wird das Thema Hüfte im Sport einen zentralen Schwerpunkt einnehmen. Insbesondere neue Erkenntnisse zur Entstehung der Hüftarthrose werden diskutiert werden. Mit den modernen diagnostischen Methoden können im Hüftgelenk, ähnlich dem Kniegelenk, Risse im Bereich des Labrums detektiert und mit der arthroskopischen Operation behoben werden. Die Operation erfolgt durch das „Schlüsselloch” und ist der offenen Stabilisierung aufgrund des geringen Weichteilschadens überlegen. Wie auch im Kniegelenk kann ein gerissenes Labrum mit ähnlichen – nur längeren – Instrumenten refixiert oder entfernt werden. Die Entscheidung fällt aufgrund des Zustandes des verletzten Knorpels intraoperativ.

Ebenfalls auf dem Programm stehen akute und chronische Verletzungen im Rückfußbereich und im oberen Sprunggelenk. Neue Therapiemethoden, insbesondere weichteilschonende Techniken, werden von renommierten Fußchirurgen mit orthopädischem und unfallchirurgischem Hintergrund dargestellt werden.

„Die Entscheidung, ob ein konservatives Vorgehen mit physiotherapeutischen Maßnahmen oder eine operative Therapie gewählt werden muss, hängt von der exakten Kenntnis der anatomischen Strukturen und den sportartspezifischen Verletzungsmustern ab“, sagt Altenburger. In den Praxisseminaren sollen diese Kenntnisse aufgefrischt und durch namhafte Referenten vertieft werden.

Internistische und sportmedizinische Themen

Die Hauptthemen aus internistischer und sportmedizinischer Perspektive umfassen die Thematik der unterschiedlichen Trainingsbestimmungen sowie die Entwicklung des Gendopings und hormonelle Beeinflussung der Leistungsfähigkeit.

Gleichermaßen sollen die Standards in der Leistungsdiagnostik und die Wertigkeit der unterschiedlichen Trainingsempfehlungen im Hobby- und Leistungssport wie auch bei Patienten mit chronischen Erkrankungen thematisiert werden. Mit besonderer Spannung wird hier die Diskussion von Prof. Dr. Rochus Pokan und Prof. Dr. Paul Haber erwartet.

Weitere Schwerpunkte stellen die Bedeutung des Atemmuskeltrainings im Sport und die präventiven Möglichkeiten der körperlichen Aktivität hinsichtlich der Tumorerkrankungen dar. Ein besonderes Augenmerk liegt auch auf der Bedeutung des Trainings hinsichtlich Prävention und Therapie bei chronischen Lungenerkrankungen sowie in der Diagnostik und praktischen Umsetzung von belastungsinduziertem Asthma bronchiale bei Kindern und im Sportbereich.

Im Anschluss an die wissenschaftliche Tagung werden am 11. Dezember 2010 wieder die Internationalen Österreichischen Ärzte-Skimeisterschaften stattfinden, zu denen die Teilnehmer eingeladen sind.

 

Weitere Informationen erhalten Sie unter Tel.: +43-1-532 27 58 oder www.sportärztewoche.at bzw. www.ärzte-ski.at

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