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Kolumne Nebenwirkungen 23. März 2011

Wie viel Spital braucht das Land?

Zusperren oder Ausbauen, das ist die Frage. Die Österreichische Gesundheitspolitik versucht, am grünen OP-Tisch Lösungen zu finden.

Sollen es nun weniger Spitäler werden oder eher mehr; mehr qualitativ hochwertige Kompetenzzentren in den Ballungsräumen oder besser doch mehrere Inkompetenz-Kliniken über das Land verteilt – die Strukturreformer zerbrechen sich die Köpfe, wie die Österreicher medizinisch am besten zu versorgen sind. Für diese Brainstorm-Phase sollen hier ein paar Ideen eingebracht werden:

Modell Zentral:

Ein einziges Krankenhaus befindet sich genau in der Mitte des Landes. Für Österreich wäre das die Millionen-Metropole Bad Aussee. Dafür bietet der 80-stöckige Gebäudekomplex medizinische Lösungen für jedwede Arten von Wehwehchen.

Modell De-Zentral:

Jede Marktgemeinde ab 20 Einwohnern muss über eine Klinik verfügen. Die Bettenanzahl sollte dabei der doppelten Menge der Bevölkerung entsprechen, um für eine mögliche Pandemie gerüstet zu sein.

Modell Zentral-Friedhof:

Sehr praktisches Krankenhausmodell mit angeschlossenem Ruheraum.

Modell Zero:

Die Krankenhaus-Ära wird beendet. Häuser, in denen kranke Menschen in unbequemen Betten liegen, um zu gesunden, gehören der Vergangenheit an. Zu teuer, zu groß, zu viel weiße Wäsche, die rein gewaschen werden muss. Mit dem generellen Wegfall von Kliniken müssen jedoch alternative Einheiten entstehen:

Die Mikro-Klinik in häuslicher Umgebung:

Die kleinstmögliche aller Einheiten, nach der Relation: Eine Klinik pro Einwohner. Dies kann am besten innerhalb der eigenen vier Wände bewerkstelligt werden. Die neue Bauordnung sieht vor, dass neu errichtete Wohneinheiten in Österreich über einen Extra-Klinik-Raum verfügen müssen. Wie bei einem Belegspital müssen die Ärzte in den meisten Fällen jedoch von auswärts kommen, es sei denn, es handelt sich um einen Ärztehaushalt.

Modell mobile Klinik

In diesem Fall muss der Berg zum Propheten kommen, bzw. das Krankenhaus zum Patienten. Sattelschlepper mit mobilem OP kreuzen durch das Land und nehmen behandlungswillige Kranke auf. Bei Bedarf können die mobilen Krankenhäuser am Straßenrand gestoppt werden. Allerdings dürfte sich dieses Modell bei den heutigen Benzinpreisen nicht durchsetzten.

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