zur Navigation zum Inhalt
 
Kolumne Nebenwirkungen 28. April 2010

Apps für Ärzte

Die Zusatzprogramme auf den Handys bieten auch für Technikbanausen die Chance auf zeitgemäße Therapietechniken.

Ärzte gehen nur sehr ungern mit der Zeit. Zwar werden neue Medikamente in Form von Ärztemustern mutig an den eigenen Patienten ausprobiert, die aktuellsten Erkenntnisse über ärztliche Gesprächsführung in der Ordination getestet und die neue Arztsoftware mit akribischem Unverständnis installiert.

Doch bei aller Modernität sind wir Ärzte eben immer noch sehr bodenständige Heiler. Wir verstehen mit guten alten Instrumenten aus Messing umzugehen, sprechen als völkerverbindende Sprache Latein und messen den Blutdruck unserer Patienten nach wie vor in Millimeter Quecksilbersäule.

Daher sollte die heutige Technik für die „Usergroup Arzt“ maßgeschneidert sein. Vom Fieberthermometer bis zum Internet. Die heute so begehrten und selbst für Laien leicht verständlichen Applikationen auf dem Handy, auch Apps genannt, wären auch für Ärzte eine wunderbare Möglichkeit zum Verständnis der Materie: Apps zur Messung des Bauchumfangs, zur Bestimmung des Zuckergehalts im Urin oder zur Entfernung von Warzen. Das Handy in der Kitteltasche ersetzt das Stethoskop, die Spritze und die Krankenschwester. Denn mit den entsprechenden Apps kann man Herztöne hören, Medikamente injizieren oder einen Einlauf machen. Selbst für Laien einfach zu bedienen.

Allerdings muss man sich die Apps aus dem Internet herunterladen. Womit die meisten Ärzte dann doch lieber beim analogen Reflexhammer und der Mundspatel bleiben.

  • Herr Kurt Göpel, 29.04.2010 um 19:36:

    „Interessante Aspekte. Nur bei einem App sehe ich ein Problem, nämlich beim Fiebermessen. Ich denke, viele Patienten würden es als unangenehm empfinden, wenn ich ihnen das Handy in den Hintern stecke.
    Mit kollegialen Güßen nach Österreich
    K.Göpel, Internist“

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben