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© picture alliance / Photoshot
In diesem abgestellten Kühlwagen gingen 71 Flüchtlinge zugrunde.
 

Der Leichenwagen

71 Flüchtlinge vermutlich erstickt / Drei schnelle Festnahmen.

Ein Kühlwagen mit den Leichen von 71 vermutlich syrischen Flüchtlingen wurde auf der A 4 im Burgenland abgestellt. Der bulgarische Besitzer des Wagens sowie zwei mutmaßliche Fahrer sitzen in Ungarn in Haft.

71 Flüchtlinge, vier Kinder, acht Frauen und 59 Männer, sind in dem Kühlwagen gestorben, der in einer Pannenbucht auf der Ostautobahn im Burgenland abgestellt worden ist. Vermutlich sind sie erstickt. Unter den Opfern finden die Ermittler syrische Reisedokumente.

Derzeit wird ein bulgarisch-ungarischer Schlepperring als verantwortlich benannt. Drei Verdächtige, der bulgarische Besitzer des Lkw sowie die zwei mutmaßlichen Fahrer, sind in Ungarn in Haft. Der Lkw ist offenbar in Ungarn von Maut-Kameras gefilmt worden, was die schnellen Festnahmen erklären könnte.

Melissa Flemming vom Flüchtlingshilfswerk UNHCR sagt auf Ö1, dass die Tragödie ein „Aufruf“ sei, alternative, legale Wege zu finden, Menschen in die EU zu holen. „Wir brauchen Umsiedelungsprogramme. Es muss möglich sein, in ein Flugzeug zu steigen, und legal nach Europa einzuwandern. Was hier passiert ist Mord.“ Gittern und Mauern seien keine Lösung.

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