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Legasthenie differenziert

Lange wurde die Lese-Rechtschreibstörung als zusammenhängendes Störungsbild angesehen. Eine Studie weist nun darauf hin, dass es sich um zwei verschiedene Fehlleistungen handelt.

„Kinder mit einer Lesestörung zeigen primär Defizite in der zentralen Exekutive. Das ist das Teilsystem des Arbeitsgedächtnisses, das die Koordination verschiedener Tätigkeiten gleichzeitig und den Abruf von Informationen aus dem Langzeitgedächtnis steuert“, erklärt Autorin Janin Brandenburg. „Kinder mit einer Rechtschreibstörung haben demgegenüber deutlicher Probleme in der Phonologischen Schleife, dem Bereich des Arbeitsgedächtnisses, der für die Verarbeitung sprachlicher Informationen verantwortlich ist.“

Originalpublikation: Brandenburg et al.: J Learn Disabil 2014, online14. Februar

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