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Neurologie 27. Jänner 2014

Hydrocephalus mit ZNS-Anomalien - regelmäßiges Monitoring nach OP nötig

Einfluss von angeborenen Fehlbildungen des zentralen Nervensystems auf postoperative Komplikationen nach Platzierung von Liquor-Shunts bei pädiatrischen und jugendlichen Patienten.

Grundlagen: Diese retrospektive Studie wurde entworfen, um zu sehen, ob Patienten mit Hydrocephalus mit ZNS-(zentrales Nervensystem) Anomalien verglichen mit Patienten mit Hydrocephalus ohne ZNS-Anomalien eine signifikant höhere Rate an postoperativen Komplikationen, einschließlich schwerer klinischer Präsentation, erhöhtem Mortalitätsrisiko und einer höheren Rate an postoperativer oder Spätmortalität, aufweisen.

Methodik: Wir führten eine retrospektive Studie mit medizinischen Aufzeichnungen von 100 Patienten im Kindes-und Jugendalter (0–18 Jahre) zwischen 2004 und 2010 durch, die mit operativer CSF Shunt Platzierung behandelt wurden.

Ergebnisse: In beiden Patientengruppen gab es 43 postoperative Komplikationen, darunter 12 mechanische Hindernisse der Liquordrainagesysteme, 13 Diskonnektionen, 11 Dislokationen von proximalen Kathetern, 6 entzündliche Komplikationen (Meningitis) und 1 Latex-Allergie. Patienten mit Hydrocephalus mit ZNS-Anomalien wiesen eine statistisch höhere Rate an postoperativen Komplikationen (U = 303,5, z = −3,27, p = 0,001), eine höhere Anzahl an Operationen, mindestens eine weitere Komplikation pro Patient, einen komplizierteren klinischen Verlauf, ein höheres Mortalitätsrisiko und eine höhere Spätmortalität auf.

Schlussfolgerungen: Kinder und Jugendliche mit Hydrocephalus mit Anomalien des ZNS erfordern nach der Installation des CSF Abfluss-Systems regelmäßiges und sorgfältiges Monitoring.

Marina Raguz, Nikolina Brcina, Davor Marinac, Miroslav Gjurasin, Wiener klinische Wochenschrift 1/2/2014

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