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Impfen 26. August 2013

Masern sind häufiger als FSME

Im Hinblick auf die aktuelle mediale Diskussion in Deutschland und Österreich zum vermehrten Auftreten von Masernerkrankungen sowie einer aktuellen Studie über gefährliche Spätfolgen (siehe http://www.springermedizin.at/fachbereiche-a-z/i-o/innere-medizin/infektiologie/?full=36318) verweist Gesundheitslandesrat Christian Bernhard darauf, dass Schutzimpfungen zu den wichtigsten und wirksamsten vorbeugenden Maßnahmen gehören, die in der Medizin zur Verfügung stehen. Aus diesem Grund werden im Jahre 2013 in Vorarlberg rund 800.000 Euro in die Umsetzung des Impfprogrammes investiert.

Die Impffreudigkeit der Bevölkerung hat in den letzten Jahren tendenziell etwas nachgelassen. „Wenn etwas gut funktioniert, kommt es oft zu einer gewissen Nachlässigkeit“, so die Erklärung von Landesrat Bernhard. Er spricht sich allerdings gegen einen Impfzwang aus, auch wenn im Sinne des sogenannten Herdenschutzes Nichtgeimpfte von den Geimpften profitieren.

Nicht verständlich ist für Landessanitätsdirektor Wolfgang Grabher die Tatsache, dass zum Beispiel bei der Impfung gegen die von Zecken übertragene FSME-Erkrankung viel früher eine hohe Durchimpfungsrate als bei der Masern-Mumps-Röteln-Impfung besteht – dies obwohl bei Kleinkindern die Gefahr einer schweren FSME-Erkrankung seltener ist als die Gefahr einer schweren Masernerkrankung. Hier werde ein vorhandenes Risiko einfach unterschätzt.

Das vor mehr als 20 Jahren eingeführte Gratis-Kinderimpfprogramm bietet allen Kindern bis zum 15. Lebensjahr Zugang zu den für die öffentliche Gesundheit wichtigen Impfungen. Dabei ist ein wesentliches Ziel, die Kinder mit möglichst wenigen Stichen gegen möglichst viele Krankheiten zu schützen. Landesrat Bernhard empfiehlt, jeden Arztbesuch auch dafür zu nutzen, um zu prüfen, ob die empfohlenen Impfungen durchgeführt worden sind bzw. ob Impfungen nachzuholen oder aufzufrischen sind.

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