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Schwangere mit Asthma sorgen sich um die Gesundheit ihres Babys.
 
Pulmologie 16. April 2012

Schaden inhalierte Glukokortikoide dem Ungeborenen?

Asthmaspray in der Schwangerschaft und die Gesundheit des Kindes.

Wenn Mütter während der Schwangerschaft glukokortikoidhaltige Sprays zur Behandlung von Asthma verwenden, trägt der Nachwuchs ein erhöhtes Risiko für hormonelle und Stoffwechselerkrankungen. Die gute Nachricht: Für viele andere Erkrankungen ist der Nachwuchs nicht anfälliger. Das zeigt eine Studie, die Forschende der Universität Basel mit Kollegen aus der Schweiz, den USA und Dänemark im Fachmagazin American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine veröffentlicht haben.

 

Inhalate mit Wirkstoffen aus der Gruppe der Glukokortikoide sind eine empfohlene Behandlung von Asthma während der Schwangerschaft. Das Medikament galt bislang als sicher, da es offenbar nicht zu Schwangerschaftskomplikationen, fötalen Fehlbildungen, Frühgeburt und niedrigem Geburtsgewicht führt. Aber wie sieht es mit möglichen langfristigen Konsequenzen für die Gesundheit des Kindes aus? Eine Forschungsgruppe um Dr. Marion Tegethoff und PD Dr. Gunther Meinlschmidt an der Fakultät für Psychologie der Universität Basel ist nun dieser Frage nachgegangen.

Zusammen mit Kollegen des Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Instituts sowie der Universitäten in Los Angeles und Aarhus haben die Forschenden die Daten von mehr als 4.000 graviden Frauen, die während der Schwangerschaft unter Asthma litten, analysiert. Die Forscher stellten fest, dass Kinder von Müttern, die während der Schwangerschaft an Asthma litten und glukokortikoidhaltige Inhalate verwendeten, ein höheres Risiko für hormonelle und Stoffwechselerkrankungen trugen als Kinder asthmatischer Mütter, die keine solchen Sprays verwendeten. Die Kinder sind jedoch für viele andere Erkrankungen nicht anfälliger, wie etwa für Infektionskrankheiten, Erkrankungen des Verdauungstrakts oder des Bewegungsapparats.

Die Forscher interpretieren die Daten aufgrund der zahlreichen Erkrankungen, deren Wahrscheinlichkeit des Auftretens durch das Medikament offenbar unbeeinträchtigt blieb, als ermutigend. Immerhin sei unbehandeltes Asthma in früheren Studien mit einer Reihe von Schwangerschafts- und Gesundheitskomplikationen in Verbindung gebracht worden, so die Wissenschaftler. Allerdings sollten die aktuellen Resultate ernst genommen werden: Es sei wichtig, mögliche Risiken glukokortikoidhaltiger Inhalate für den Hormon- und Stoffwechselhaushalt des Kindes im Auge zu behalten und weiter zu untersuchen. 

 

Quelle: Universität Basel, Schweiz

 

 

Literatur:

Marion Tegethoff, Naomi Greene, Jørn Olsen, Emmanuel Schaffner and Gunther Meinlschmidt Inhaled glucocorticoids during pregnancy and offspring pediatric diseases: A national cohort study

American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine | doi: 10.1164/rccm.201108-1482OC

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