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© Klaus Rose/Bildjournalist
Grippe-Impfung als Herz-Kreislauf-Schutz.
 
Kardiologie 4. November 2013

Weniger Infarkte nach der Grippeimpfung

Was sich in epidemiologischen Studien bereits abzeichnete, bestätigt nun eine Metaanalyse: Mit der Grippe-Impfung sinkt das Risiko für schwere kardiovaskuläre Ereignisse.

Berücksichtigt wurden sechs randomisierte klinische Studien mit insgesamt 6.735 Probanden, in denen die Häufigkeit kardiovaskulärer Ereignisse bei KHK-Patienten mit und ohne Grippe-Impfung gegenübergestellt wurde. Während 2,9% der gegen Grippe geimpften Probanden innerhalb eines Jahres ein kardiovaskuläres Ereignis erlitten, waren es 4,7% der Placebo- bzw. Kontrollgruppe. Das absolute Risiko, einen Herzinfarkt oder Ähnliches zu erleiden, war bei den Geimpften 1,74% geringer als bei den Nicht-Geimpften. Mit anderen Worten: Um ein kardiovaskuläres Ereignis zu verhindern, müssen sich 58 KHK-Patienten gegen Grippe impfen lassen.

Noch deutlicher fiel der Unterschied bei den Hochrisiko-Patienten aus (10,25% vs. 23,1%, p<0,001). In dieser Hochrisiko-Gruppe sank die Number-needed-to-treat auf 8.

Keinen Unterschied machte der Impfstatus jedoch im Hinblick auf das Risiko, aufgrund eines kardiovaskulären Ereignisses zu versterben (p=0,61). Innerhalb eines Jahres waren 1,3% der Geimpften und 1,7% der Nicht-Geimpften ihrer Erkrankung erlegen.

Udell JA et al.: JAMA 2013; 310 (16): 1711–20

springermedizin.de, Ärzte Woche 45/2013

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