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© Spener, Uni Graz
Leberzelle nach sehr fettreicher Ernährung in Verbindung mit Insulinresistenz.
 
Hepatologie 14. Oktober 2013

Fettleber ist nicht gleich Fettleber

Anhand der spezifischen Zusammensetzung von Fett-Tröpfchen der Leberzellen lässt sich auf die unterschiedlichen Ursachen der Erkrankung schließen.

Fettes Essen, Fasten oder genetische Vorbelastung: Eine Fettleber kann aus unterschiedlichen Stoffwechselstörungen entstehen. So wird die „Nichtalkoholische Fettleber“ durch übermäßig fettes Essen in Verbindung mit einer Insulin-Resistenz erworben. Eine andere Ursache kann eine genetisch bedingte Blockade des fettspaltenden Enzyms ATGL sein. Auch Fasten führt zu einer vermehrten Fetteinlagerung in die Leber, da die Lipide aus anderen Stellen im Körper in die Leber wandern. Welche Stoffwechselstörung einer Fettleber zugrunde liegt, darüber gibt die Zusammensetzung der Lipid-Tröpfchen von Leberzellen Auskunft, wie Grazer Wissenschaftler im Rahmen eines EU-Projekts herausgefunden haben.

Charakteristisches Fett-Muster

„Es zeigte sich, dass die Zusammensetzung der Lipid-Tröpfchen variiert“, berichtet Prof. Dr. Friedrich Spener vom Institut für Molekulare Biowissenschaften, Graz. „Je nach Krankheitsursache sind in den Tröpfchen verschiedene Lipid-Moleküle in unterschiedlichen Mengen vorhanden. Daraus ergibt sich ein charakteristisches Muster, das erkennen lässt, ob die Fettleber eine Folge der verschiedenen Arten von Ernährungsstress oder von genetischem Stress ist.“

Die für diese Arbeit angewandte Methode zur automatisierten Quantifizierung der Lipid-Moleküle wurde zum Patent eingereicht.

Chitraju C et al.: The Journal of Lipid Research 2013; 54: 2185–2194

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