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© dpa
Mit Tre-Rekombinase kann man HIV-Gene aus infizierten Wirtszellen entfernen.
 
Infektiologie 7. Oktober 2013

HIV: Hoffnung auf Heilung

Erstmals konnte eine hochsignifikante antivirale Wirkung der Tre-Rekombinase in humanisierten Mausmodellen nachgewiesen werden. Frühere Experimente haben bereits gezeigt, dass die gentechnisch im Labor hergestellte Tre-Rekombinase als bisher einzige Therapiestrategie das HIV-Erbgut aus infizierten Wirtszellen wieder entfernen und dadurch die Infektion rückgängig machen kann. Die aktuelle Studie demonstriert nun, dass dies auch in infizierten lebenden Organismen, nämlich in humanisierten Mausmodellen, funktionieren kann.      

„Unsere neuesten Ergebnisse sind besonders erfreulich, da das technisch komplexe Einbringen der Tre-Rekombinase in Zellen und deren hohe antivirale Aktivität ohne jegliche unerwünschten Nebenwirkungen erstmals im Tiermodell gezeigt werden konnte. Diese Ergebnisse lassen hoffen, dass Tre-Rekombinase in absehbarer Zukunft Bestandteil einer Therapie zur Heilung von Infektionen mit dem AIDS-Virus HIV sein kann“, erklärt Studienleiter Prof. Dr. Joachim Hauber vom Hamburger Heinrich-Pette-Institut, Leibniz-Institut für Experimentelle Virologie.

Hauber I et al.: Highly Significant Antiviral Activity of HIV-1 LTR-Specific Tre-Recombinase in Humanized Mice; PLoS Pathog 2013; 9 (9): e1003587

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