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Freie Radikale setzen in der Zelle einen Selbstschutzmechanismus in Gang.
 
Allgemeinmedizin 1. Juli 2013

Freie Radikale haben auch ihr Gutes

Forscher der Uni Graz klären die Funktion von freien Radikalen im Zellstoffwechsel auf.

Freie Sauerstoffradikale sind aggressive Moleküle, die großen Schaden anrichten können, indem sie unkontrolliert chemische Reaktionen eingehen. Sie spielen bei der Alterung, und auch bei der Entstehung vieler Krankheiten – wie zum Beispiel Krebs – eine zentrale Rolle.

Radikale sind aber auch wichtig für das normale Funktionieren von Zellen im Organismus – sie initiieren ein Signal, das wiederum jene Gene aktiviert, die Zellen vor schädlichen äußeren Einflüssen schützen. Die molekularen Mechanismen, die zeigen, wie Radikale die Gene aktivieren, wurden nun aufgeklärt.

Unkontrollierte Zellteilung und Schäden in der Zelle sind die Hauptursachen von Krebs und altersbedingten Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson. Wissenschaftler konnten nun zeigen, dass Sauerstoffradikale eine bestimmte Klasse von Proteinen – sogenannte FOXO Transkriptionsfaktoren – anregen. Die Proteine sammeln sich im Zellkern an und aktivieren eine Reihe von Genen, die dafür sorgen, dass sich die Zelle nicht mehr teilt und sich somit gegen Schäden schützt.

Putker M et al.: Molecular Cell 2013; 49 (4): 730–742

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