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© AG Jacobs/Saar-Uni
 
Zahnheilkunde 29. April 2013

Fluorid reduziert Haftkraft von Bakterien

Dass regelmäßiges Zähneputzen Karies vorbeugt, ist kein Geheimnis. Die Zähne werden vor allem durch das Fluorid in der Zahnpasta vor Bakterien geschützt. Doch wie wirkt Fluorid genau? Bekannt ist, dass es in den Zahnschmelz eingebaut wird und so den Zahn „abhärtet“. Neu hingegen ist, dass Fluorid auch die Kraft beeinflusst, mit der sich Bakterien an Oberflächen anheften.

Physiker der Saar-Uni haben schon vor einigen Jahren gezeigt, dass Fluorid nicht so tief in den Zahnschmelz eindringt, wie lange vermutet wurde. Zudem ist dieser Schutzmantel sehr dünn und fragil. Ob die bisherige Erklärung der Wirksamkeit von Fluor tatsächlich ausreichend ist, war daher die Motivation zu weiteren Experimenten, in denen sich zeigte, dass Karieserreger an Oberflächen, die mit Fluorid behandelt wurden, nur halb so stark haften blieben wie an unbehandelten Oberflächen. Ob dieses im Labor erzielte Ergebnis auch in der Mundhöhle Bestand hat, muss noch untersucht werden.

Originalpublikation: Loskill et al.: ACS Publications 2013

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