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Orthopädie 28. März 2013

Nanopaste heilt Knochendefekte

Nach Unfällen oder einer Tumor-OP sind oft Knochen so geschädigt, dass gesundes Knochengewebe transplantiert oder künstliches Material verwendet werden muss. Nicht immer mit dem gewünschten Erfolg. An der Universität Duisburg-Essen wurde nun eine Paste aus Nanopartikeln entwickelt, die in die Defekte gespritzt werden kann und sie besser heilen lässt. Der Trick: Die Forscher kombinieren das synthetisch hergestellte Knochenmineral Calciumphosphat mit DNA.

Künstliche Calciumphosphat-Nanokristalle wurden mit Nukleinsäuren, also DNA, beschichtet und daraus eine Paste erzeugt. Wird diese in einen Knochendefekt gespritzt wird, sollte Folgendes passieren: Zellen nehmen die Nanopartikel auf. Das Calciumphosphat löst sich auf, und die freigesetzte DNA stößt die Bildung von zwei Proteinen an, die für eine Heilung wichtig sind. Das ist zum einen BMP-7, das die Knochenbildung anregt, zum andern VEGF-A, das dafür sorgt, dass Blutgefäße entstehen.      

Chernousova S et al.: RSC Adv 2013; doi: 10.1039/C3RA23450A

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