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Allgemeinmedizin 4. April 2013

Pessimisten leben länger

Langzeitstudie.

Allzu großer Optimismus im Alter kann zu erhöhtem Erkrankungs- und Sterblichkeitsrisiko führen.

Das zeigt eine Studie auf Grundlage von Daten des Sozio-oekonomischen Panel (SOEP). Für die Studie wurden Längsschnittdaten zwischen 1993 und 2003 bei immer wieder denselben Personen erhoben und in drei Altersgruppen unterschieden.

Die Resultate: Je älter die Befragten waren, umso pessimistischer schätzten sie ihre Zukunft ein. Was die Autoren überraschte: Schätzten die älteren Teilnehmer ihre zukünftige Zufriedenheit überdurchschnittlich hoch ein, so erhöhte sich ihr Risiko für körperliche Einschränkungen oder Beschwerden und das Risiko zu sterben um etwa zehn Prozent. Möglicherweise ermuntern pessimistische Zukunftserwartungen die Senioren dazu, besser auf die eigene Gesundheit zu achten und sich vor Gefahren zu schützen, meinen die Autoren.

Im Gegensatz zu älteren Menschen zeichnen junge meist ein unrealistisch rosiges Bild von ihrer Zukunft. Menschen im mittleren Alter dagegen erwiesen sich als weitgehend realistisch.

Lang FR et al.: Psychology and Aging 2013; doi: 10.1037/a0030797

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