zur Navigation zum Inhalt
© Kzenon/fotolia.com
Mit „Essen für zwei“ tut man dem Kind nichts Gutes.
 
Allgemeinmedizin 28. Jänner 2013

Übergewicht beginnt im Mutterleib

Der Lebensstil der Mutter prägt die Veranlagung für das spätere Gewicht des Kindes. Ein systematischer Review zeigt: Kinder mit einem Geburtsgewicht von mehr als 4.000 Gramm haben in ihrem späteren Leben ein doppelt so hohes Risiko, übergewichtig zu werden, wie normalgewichtige Neugeborene.

Um den Zusammenhang zwischen dem individuellen Gewicht bei der Geburt und dem Risiko einer späteren Übergewichtigkeit zu untersuchen, wurden 66 Studien ausgewertet, die hierzu weltweit durchgeführt wurden. Insgesamt wurden die Daten von mehr als 640.000 Probanden im Alter von bis zu 75 Jahren aus 26 Ländern und fünf Kontinenten in die Meta-Analyse einbezogen. Die Resultate zeigen, dass das lebenslange Risiko für Übergewicht – und damit für Diabetes, Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs, Erkrankungen des Bewegungsapparats und auch psychische Probleme – wesentlich vom Lebensstil der werdenden Mutter beeinflusst wird. Übergewicht, Überernährung, Bewegungsmangel und daraus resultierende Stoffwechselerkrankungen während der Schwangerschaft können zu einem hohen Geburtsgewicht führen.

Schellong K et al.: Plos One 2012; 7 (10); doi: 10.1371/journal.pone.0047776.t001

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben